Der Parlamentarische Beirat für
Bevölkerung und Entwicklung

Seit 2003 arbeitet der Parlamentarische Beirat für Bevölkerung und Entwicklung als fraktions- und ausschussübergreifendes Gremium zu den Zusammenhängen von internationaler Entwicklung, Gesundheit, Armut und Menschenrechten.

Der Beirat bietet Parlamentarierinnen und Parlamentariern ein Forum, ihr politisches Engagement in den genannten Bereichen auszubauen. Neben regelmäßigen internen Lunch-Treffen veranstaltet der Beirat themenbezogene Konferenzen und vernetzt sich mit internationalen Parlamentariergremien. Auch entwicklungspolitische Studienreisen gehören zu den Aktivitäten des Beirats.

Der von der Stiftung Weltbevölkerung ins leben gerufene Beirat ist eine tragende Säule für die Umsetzung der Ziele der Internationalen Bevölkerungskonferenz von Kairo (ICPD) aus dem Jahr 1994.

Ziele des Beirats

Der Beirat unterstützt die Umsetzung des Aktionsprogramms der Internationalen Bevölkerungskonferenz von Kairo, das 1994 von der internationalen Gemeinschaft verabschiedet wurde.

Der Fokus liegt auf:

  • der Umsetzung sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte,
  • dem Zugang zu freiwilliger Familienplanung und dem Schutz vor HIV und Aids,
  • Mädchen- und Frauenrechten sowie Geschlechtergerechtigkeit,
  • den Belangen von Jugendlichen und insbesondere von jungen Mädchen,
  • den Herausforderungen im Zusammenhang mit Bevölkerungsdynamiken sowie
  • der Bekämpfung vernachlässigter und armutsassoziierter Krankheiten.

Mitglieder des Beirats


Werden Sie Mitglied im Parlamentarischen Beirat!

Durch eine Mitgliedschaft im Parlamentarischen Beirat für Bevölkerung und Entwicklung können Sie einen wichtigen Beitrag zu Deutschlands entwicklungspolitischem Engagement für globale Gesundheit und Geschlechtergerechtigkeit leisten! Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung
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Highlight vorm G7-Gipfel:
Die Parlamentarierkonferenz „she matters“

Im Vorfeld des G7-Gipfels haben sich auf unserer Parlamentarierkonferenz „she matters“ etwa 90 Abgeordnete aus mehr als 50 Ländern getroffen, um zu diskutieren, wie die Recht von Frauen und Mädchen weltweit gestärkt werden können. Bundeskanzlerin Merkel hatte zuvor die wirtschaftliche Stärkung von Frauen zu einem der wichtigsten Themen des G7-Gipfels erklärt.

Die Parlamentarier formulierten eine gemeinsame Abschlusserklärung, die vom Sprecher des Parlamentarischen Beirats, Frank Heinrich an den G7-Beauftragen Hendrik Röller übergab. So fordern sie von den G7- und G20-Staaten unter anderem sich stärker für die Geschlechtergerechtigkeit und den universellen Zugang zu Aufklärung und Verhütung sicherzustellen.

Neben den internationalen Parlamentariern haben zahlreiche Vertreter von internationalen Stiftungen, NGOs und wissenschaftlichen Institutionen zu der Konferenz beigetragen. Der Edutainer Hans Rosling stimmte die Teilnehmer mit einer lebhaften Präsentation über Fragen der Bevölkerungsentwicklung und Fertilität in den verschiedenen Regionen der Welt ein und zeigte Erfolge der Entwicklungszusammenarbeit auf. Sipho Mthathi, die Gründerin und Geschäftsführerin von Oxfam Südafrika, berichtete von ihrem Einsatz für die Frauenrechte in Südafrika. Bitew Abebe Mengesha erzählte von seinem täglichen Kampf gegen Scheidenfisteln im Hamlin Fistula-Krankenhaus in Äthiopien.