Jugendliche springen in die Luft
25 Jahre DSW – 25 Jahre in denen viel in der Welt passiert ist. Fünf gute Nachrichten und Erfolge haben wir im Blog zusammengestellt.

5 Gründe positiv auf 25 Jahre zu blicken

Leonie Müßig Blog, Entwicklungszusammenarbeit, Globale Gesundheit, HIV und Aids 0 Comments

Das Jahr 2016 geht zu Ende und damit beginnt die Zeit der Jahresrückblicke. Für die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) war es ein besonderes Jahr: Seit 25 Jahren setzen wir uns für Aufklärung und Verhütung in Entwicklungsländern ein. Viele kleine Erfolge zeigen im Rückblick auf ein Vierteljahrhundert ihre große Wirkung. Deshalb werfen wir einen positivern Blick darauf, was sich für die Weltbevölkerung seit Anfang der 90er-Jahre verbessert hat.

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#1 Wir werden älter

Wer 1991 das Licht der Welt erblickte, hatte im weltweiten Durchschnitt eine Lebenserwartung von 65,5 Jahren. Kinder, die heute zur Welt kommen, haben gute Chancen, 71,4 Jahre alt zu werden. Dazu beigetragen haben unter anderem eine bessere Nahrungs- und Gesundheitsversorgung.

#2 Therapie erreicht mehr Menschen mit HIV

Mitte der 90er-Jahre haben Forscher eine effektive antiretrovirale Therapie für Menschen mit HIV entwickelt. Im Laufe der Jahre bekamen immer mehr Betroffene Zugang zu den entsprechenden Medikamenten. Mittlerweile sind es 17 Millionen weltweit (bei 36,7 Millionen HIV-Infizierten), die dadurch fast die gleiche Lebenserwartung wie der Rest der Bevölkerung haben.

#3 Zugang zu Verhütungsmitteln hat sich verbessert

Der Anteil der verheirateten oder in einer Partnerschaft lebenden Frauen, die Zugang zu Verhütungsmitteln haben, ist seit Anfang der 90er-Jahre weltweit leicht gestiegen. Stark erhöht hat sich der Anteil in den Entwicklungsländern, wobei hier auch der höchste ungedeckte Bedarf an Verhütungsmitteln bestand und weiterhin besteht.

#4 Polio ist fast ausgerottet

Die Fälle von Kinderlähmung, auch als Polio bekannt, sind in den letzten 25 Jahren so stark zurückgegangen, dass die teils tödlich verlaufende Krankheit als fast ausgerottet gilt. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden 2015 weltweit nur noch 74 Fälle gemeldet. Durch umfassende Impfkampagnen kommt Polio derzeit nur noch in drei Ländern – Afghanistan, Pakistan und Nigeria – vor.

#5 Die Weltgemeinschaft verpflichtet sich

Im Jahr 2000 legten die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen acht Millennium-Entwicklungsziele fest. In 15 Jahren Laufzeit wurde mit diesen Zielen viel erreicht: Die extreme Armut und die Kindersterblichkeit gingen zurück. Mehr Kinder besuchen jetzt eine Grundschule. 2016 traten die nachhaltigen Entwicklungsziele in Kraft, an deren Ausarbeitung auch die DSW beteiligt war. In den 17 Zielen und 169 Unterzielen, welche die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen bis 2030 erreichen wollen, sind einige Themen enthalten, für die sich unsere Stiftung einsetzt.

2017 bleibt alles anders

Diese Erfolge sind ein Grund, sich zu freuen, und zeigen, dass Veränderungen möglich sind, wenn alle an einem Strang ziehen. Sie sind kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Noch immer leben 22 Prozent der weltweit 7,47 Milliarden Menschen in absoluter Armut. Rund 225 Millionen Frauen in Entwicklungsländern haben keinen Zugang zu Verhütungsmitteln und sind damit einem großen Risiko ausgesetzt, ungewollt schwanger zu werden oder sich mit HIV anzustecken. Weiterhin fehlt es an zuverlässigen Impfstoffen gegen Krankheiten, die vor allem die Menschen in armen Ländern betreffen.

Das neue Jahr bietet viele Chancen, weiter an den guten Nachrichten zu arbeiten. Die Bundesregierung kann dazu beitragen, indem sie ihrem Ziel näher kommt, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens in Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zu investieren. Wir führen unsere erfolgreiche Arbeit in Ostafrika fort und starten neue, spannende Projekte. Denn jeder von uns kann durch kleine Taten Großes bewegen.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung für die Arbeit unserer Stiftung und wünschen Ihnen ein glückliches und gesundes Jahr 2017!

Quellen: WHO, UNFPA, UNAIDS, USAID

Diesen Artikel haben wir auch auf Huffington Post Deutschland veröffentlicht.

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