Kintu und Juliana, zwei Youth Champions des Projekts GeNext Uganda

Weltverhütungstag #2: Aufklärung in der Schule und auf Facebook!

Denny Ehrlich Blog, Jugendliche, Projektberichte 1 Comment

Im Rahmen des Weltverhütungstags am 26. September stellen wir euch sechs Jugendliche vor. Im zweiten Teil kommen Juliana und Kintu von unserem ugandischen Partner Reach a Hand Uganda zu Wort. Juliana berichtet von den Herausforderungen der Sexualaufklärung in der Schule und Kintu beschreibt, wie der Siegeszug von sozialen Medien auch sein Leben als Jugendberater verändert.

Juliana: Sexualaufklärung in der Schule

Reach a Hand Uganda besteht aus einem passionierten Team, das an die Zukunft der jungen Leute glaubt. Wir arbeiten mit einem Netzwerk von Jugendberatern und Freiwilligen. Wir nennen die Dinge beim Namen, die für Ugandas Jugendliche ein Gesundheitsrisiko darstellen. Also auch HIV oder ungewollte Schwangerschaften.

Frage: Why do boys and girls couple?

Frage-Antwort-Spielchen: Damit sich die Jugendlichen trauen, eine Frage zu stellen, schreiben sie ihre Fragen anonym auf einen Zettel. Die Jugendberater lesen sie dann vor und geben vor allen eine Antwort.

Als junge Frau liebe ich es, mit Menschen in meinem Alter oder mit Jüngeren zu arbeiten. Jede Erfahrung ist einzigartig und auch ich lerne immer wieder neue Dinge. Die Herausforderungen sind oft groß, besonders in den Schulen. Wenn wir in Schulen sind, stellt sich manchmal die Schulleitung beim Thema Aufklärung und Verhütung quer. Zum frühen Sex würden wir die jungen Leute verleiten, hören wir oft von ihnen – und diese negative Einstellung überträgt sich dann auch auf die Schüler. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Bezeichnend dafür war folgende Situation: Als wir eine Schulklasse besuchten, sagten uns die Schüler, sie seien noch viel zu jung, um über Sex zu sprechen. Doch als wir die Schüler baten, ihre Fragen aufzuschreiben, waren wir erstaunt, was alles auf den Zetteln stand. Die jungen Menschen haben diese Fragen und sie müssen auch darüber reden können.”

Kintu Kenneth: Facebook, Twitter und Google machen alles einfacher

“In Sachen Technologie und Digitalisierung wächst Uganda rasant. Besonders in den Städten haben viele Jugendliche mittlerweile ein eigenes Smartphone, einen Laptop, ein Tablet oder einen eigenen PC. Und dann nutzen sie natürlich auch wie verrückt soziale Medien. Besonders Facebook ist das ganz große Ding, aber auch Instagram, Twitter oder Google Hangouts.

Facebookseite Genext

Jugendberatung online: Die GeNext-Seite auf Facebook hat mittlerweile über 14.000 Fans.

Für mich als Jugendberater ist es leicht, über Social Media mit den Jugendlichen in Kontakt zu treten – auch wenn ich sie physisch nicht treffe. Die Jugendlichen stellen mir ihre Fragen, ich kann antworten und mit meinen Tipps und Tricks hunderte Jugendliche gleichzeitig erreichen.

Auf der Facebookseite von GeNext Ugada: „My Life, My Future“ informieren wir die Jugendlichen über passende Verhütungsmethoden, über Sexualität und über allgemeine Themen, die zum Erwachsenwerden gehören – und versorgen sie natürlich auch mit Kontakten und Adressen zu Beratungsstellen. Wenn die Jugendlichen also Probleme haben, gehen sie einfach kurz von unterwegs ins Netz und wir helfen ihnen weiter. Und das alles macht Spaß, ist lehrreich und interaktiv.”


Im Rah­men der glo­ba­len Kam­pa­gne zum Welt­ver­hü­tungs­tag führt die Deutsche Stif­tung Welt­be­völ­ke­rung (DSW) das Pro­jekt GeNext Uganda: My Life, My Future! durch. Ziel des von Bayer Healthcare Pharmaceuticals unterstützten Projekts ist es, Jugendlichen in den ugandischen Distrikten Busia und Wakiso besseren Zugang zu altersgerechten Informationen und Dienstleistungen zum Thema Sexualität und Verhütung zu ermöglichen. Die Stiftung arbeitet dabei mit der lokalen Jugendorganisation Reach a Hand Uganda zusammen, die unter anderem Social Media-Aktivitäten umsetzt.

Als GeNext Youth Cham­pi­ons wer­den Jugend­li­che aus­ge­zeich­net, die in den Bereichen Sexualaufklärung und freiwillige Familienplanung umfassend geschult wurden und ihr Wissen an andere Jugendliche weitergeben.


Dreiteilige Blogserie zum Weltverhütungstag

Hier geht’s zu Teil 1 der Serie.

Hier geht’s zu Teil 3 der Serie.

Comments 1

  1. Pingback: Weltverhütungstag #1: Von ugandischen Kondomautomaten und Männergesprächen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.