DSW: „Mit den zusätzlichen 30 Millionen Euro für UNFPA trägt die deutsche Bundesregierung dazu bei, dass die Erfolge der letzten Jahre im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte angesichts der Corona-Pandemie nicht zunichte gemacht werden.“

New York/Hannover, 17.07.2020. Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), freut sich bekannt zu geben, dass die deutsche Regierung ihre flexible Finanzierung um 30 Millionen Euro erhöht hat, um zur weltweiten Bewältigung der Corona-Krise beizutragen. Damit steuert Deutschland den derzeit größten Beitrag zum Kernbudget von UNFPA bei. Mit seinem Beitrag unterstützt Deutschland ein breites Spektrum an lebensrettenden Maßnahmen im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit für Frauen und Mädchen, die von der Pandemie betroffen sind. In Notsituationen wie der Corona-Pandemie ist die Kernfinanzierung von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass UNFPA schnell und effizient reagieren kann, um Menschen in Not zu helfen.

“Das Ausmaß und die Komplexität der COVID-19-Pandemie sind beispiellos. Deutschlands flexibler Beitrag zur Arbeit von UNFPA gibt uns die Möglichkeit, individuell auf Bedürfnisse zu reagieren und dadurch Leben zu retten”, sagt Dr. Natalia Kanem, Exekutivdirektorin von UNFPA. “Die flexible Finanzierung unterstützt die Programme von UNFPA und stärkt unsere Arbeit. Das ist gerade jetzt besonders wichtig, da wir durch COVID-19 auf neue Herausforderungen reagieren müssen”, so Dr. Natalia Kanem weiter.

Frauen und Mädchen brauchen Schutz

COVID-19 hat für die Gesundheit, Sicherheit und Menschenrechte von Frauen und Mädchen verheerende Folgen. Weil viele Länder weiterhin stark mit der Pandemie zu kämpfen haben, führt die Einschränkung des öffentlichen Lebens zu Unterbrechungen der sexuellen und reproduktiven Gesundheitsdienstleistungen, zu einem eingeschränkten Zugang zu Verhütungsmitteln und zu Millionen Fällen von häuslicher und sexualisierter Gewalt, ungewollten Schwangerschaften, Frühverheiratungen sowie Fällen von Genitalverstümmelung.

Als Reaktion auf die anhaltende Krise arbeitet UNFPA mit bewährten Partnern und Regierungen, darunter auch Deutschland, zusammen, um die Gesundheitssysteme in den am stärksten von COVID-19 betroffenen Ländern zu stärken, den Zugang von Frauen und Mädchen zu Dienstleistungen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit sicherzustellen, auf die zunehmende geschlechtsspezifische Gewalt während der Ausgangssperren zu reagieren, das Gesundheitspersonal zu schützen und die Lieferketten für Verhütungsmittel zu stärken.

UNFPA rettet Leben

UNFPA schätzt die langjährige Unterstützung der deutschen Bundesregierung für sexuelle und reproduktive Rechte, die Gesundheit von Müttern, die Stärkung von Frauen und die Beendigung der weiblichen Genitalverstümmelung sehr. Die Zusage der zusätzlichen Mittel als Reaktion auf COVID-19 ist wichtiger denn je, um effektiv und schnell Leben zu retten.

Zu den fünf wichtigsten Kernfinanzierern von UNFPA gehören neben der deutschen Bundesregierung die Regierungen von Schweden, Norwegen, den Niederlanden und Finnland.

Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW), zeigt sich erfreut über die Mittelerhöhung für UNFPA: „Mit den zusätzlichen 30 Millionen Euro für UNFPA trägt die deutsche Bundesregierung dazu bei, dass die Erfolge der letzten Jahre im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte angesichts der Corona-Pandemie nicht zunichte gemacht werden. Unterbrochene Lieferketten erschweren den Zugang zu Verhütungsmitteln in Entwicklungsländern. Das führt nicht nur zu mehr ungewollten Schwangerschaften sondern auch dazu, dass sich mehr Menschen mit HIV infizieren. Es ist daher richtig und wichtig, dass die Bundesregierung mehr und nicht weniger in diesen Bereich investiert.“

Für die Grundfinanzierung von UNFPA hatte die deutsche Bundesregierung im Jahr 2020 ursprünglich Mittel in Höhe von 40 Millionen Euro vorgesehen. Diese Mittel wurden nun auf insgesamt 70 Millionen Euro erhöht.

Weitere Informationen

Über UNFPA:

UNFPA, der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen UNFPA fördert eine Welt, in der jede Schwangerschaft gewollt, jede Geburt sicher und das Potenzial jedes jungen Menschen verwirklicht wird. Mehr Informationen unter www.unfpa.org.

Über die DSW:

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Unser Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Wir engagieren uns für die Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung. Insbesondere unterstützen wir junge Menschen in Ostafrika dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringen wir uns auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Pressekontakt UNFPA:

Malene Arboe-Rasmussen (UNFPA, Kopenhagen): +45 6166 1291; arboe-rasmussen@unfpa.org

Eddie Wright (UNFPA, New York): +1 917 831 2074; ewright@unfpa.org