Kundgebung zur Entwicklungsfinanzierung von mehreren Nichtregierungsorganisationen in Berlin
© Foto: die.projektoren, Jörg Farys

Deutschland verfehlt 0,7-Prozent-Ziel bei Entwicklungsfinanzierung

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung Entwicklungszusammenarbeit, Pressemitteilungen 0 Comments

Im Jahr 2017 gab Deutschland 24,7 Milliarden US-Dollar für Entwicklungszusammenarbeit aus – das entspricht 0,66 Prozent des Bruttonationaleinkommens. Damit verfehlt Deutschland das international festgelegte Ziel von 0,7 Prozent. Das geht aus den heute veröffentlichten Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Die Bundesregierung rechnet bei der Entwicklungsfinanzierung nach wie vor Ausgaben für Geflüchtete im Inland an.

DSW: „Im Koalitionsvertrag vereinbarte Mittel reichen nicht aus“

„Wie befürchtet, war für die Bundesregierung das Einhalten seiner Jahrzehnte alten Zusage, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden, eine Eintagsfliege“, sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW). „Das muss aber nicht so bleiben. Der Haushalt für das laufende Jahr wird jetzt aufgestellt. Daher hat die neue Bundesregierung nach den enttäuschenden Zahlen heute die Möglichkeit gegenzusteuern und 2018 mehr Gelder für die Armutsbekämpfung zur Verfügung zu stellen. Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Mittel zur Entwicklungsfinanzierung reichen jedoch nicht aus.“

Über die DSW

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene nehmen wir Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter.

Weitere Informationen zu den OECD-Zahlen:

http://www2.compareyourcountry.org/oda?cr=oecd&lg=de

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