Eine Forscherin in einem Labor in Kenia in dem ein Impfstoff gegen eine der größten Armutskrankheiten, Aids, getestet wird

Die drei größten Armutskrankheiten fordern jede Minute sechs Todesopfer

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Hannover, 06. April 2017. Jede Minute sterben sechs Menschen an einer der drei größten Armutskrankheiten Aids, Tuberkulose und Malaria. Hinzu kommen die Todesfälle durch vernachlässigte tropische Krankheiten. Für viele dieser Krankheiten gibt es bisher keine wirksame Schutzimpfung oder Behandlungsmöglichkeiten. Schätzungsweise eine Milliarde Menschen in Entwicklungsländern sind von vernachlässigten und armutsbedingten Krankheiten betroffen, also nahezu jeder Sechste. Darauf weist die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Weltgesundheitstags am 7. April hin.

Renate Bähr, Geschäftsführerin der DSW, erklärt:

„Durch mehr Forschung und Entwicklung könnten viele Erkrankungen und das Leid, das sie auslösen, verhindert werden. Das betrifft einerseits die Entwicklung von Impfstoffen, andererseits die Entwicklung von Medikamenten. Um Krankheiten rechtzeitig zu erkennen und zielgerichtet zu behandeln, werden außerdem bessere Diagnosemöglichkeiten benötigt.

Die Bundesregierung muss beim G20-Gipfel in Hamburg das Thema vernachlässigte und armutsbedingte Krankheiten mit Nachdruck auf internationaler Ebene angehen. Immerhin sind 149 Länder und Gebiete weltweit von diesen Krankheiten betroffen. Deutschland darf die Auswirkungen auf die Menschen und Gesundheitssysteme der betroffenen Länder nicht tatenlos hinnehmen.“

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