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DSW-Datenreport 2014

DSW-Datenreport 2014: Die Welt in Zahlen

Christoph Behrends Blog, Globale Gesundheit, Weltbevölkerung 0 Comments

Die Welt hat in den vergangenen Jahrzehnten teils dramatische Fortschritte bei der menschlichen Entwicklung erzielt. Das zeigt der heute erscheinende Datenreport der Stiftung Weltbevölkerung 2014. So ist die weltweite Lebenserwartung seit 1970 um 13 Jahre gestiegen – auf heute durchschnittlich 71 Jahre. Außerdem sterben mit 38 Säuglingen pro 1.000 Lebendgeborene nicht einmal halb so viele Kinder in ihrem ersten Lebensjahr wie vor gut 40 Jahren. Doch nicht alle Weltregionen haben an diesen Fortschritten partizipiert.

Die größten Fortschritte bei der Steigerung der Lebenserwartung haben Süd- und Westasien erzielt. Die Menschen leben dort heute im Schnitt 18 Jahre länger als noch vor gut 40 Jahren. In Afrika südlich der Sahara bleibt die Lage trotz beachtlicher Fortschritte einiger Staaten angespannt. In Ländern wie Sierra Leone, Botswana und Swasiland erlebt ein heutiger Neugeborener nicht einmal sein 50. Lebensjahr.

Die Statistiken spiegeln die anhaltende Kluft zwischen Entwicklungs- und Industrieländern in Bezug auf Gesundheit und Armut wider. Die zeigt sich vor allem auch bei der Säuglingssterblichkeit. Die Chance, dass ein Kind sein erstes Lebensjahr überlebt, ist in Entwicklungsländern acht Mal geringer als in Industrienationen – in den am wenigsten entwickelten Ländern sogar 13 Mal. Gerade Frauen und Mädchen, die ländliche Bevölkerung und Angehörige von Minderheiten bleiben bei den Errungenschaften im Gesundheitsbereich zu häufig außen vor.

66 Jahre nach Erklärung der Menschenrechte sind das Recht auf Gesundheit, auf Bildung, auf Nahrung und auf Gleichbehandlung für viele Menschen noch in weiter Ferne. Es wird höchste Zeit, dass sich das ändert und eine globale Chancengerechtigkeit Wirklichkeit wird. Das würde sich auch positiv auf die Armutsbekämpfung und Entwicklung auswirken.

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