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2017 war Rekordjahr für Innovationen gegen Armutskrankheiten

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Weniger als 3 Prozent der öffentlichen Gelder kommen aus Deutschland

Hannover, 23. Januar 2019. Rund 3,6 Milliarden US-Dollar wurden 2017 weltweit in die Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten wie Aids und Malaria investiert. Mit der Erhöhung um sieben Prozent (232 Millionen US-Dollar) zum Vorjahr erreichte die Gesamtsumme der Investitionen aus dem öffentlichen Sektor, der Industrie und von gemeinnützigen Organisationen eine neue Rekordhöhe. Deutschlands Beitrag jedoch machte unter den öffentlichen Geldern nur 2,8 Prozent aus. Diese Zahlen gehen aus der neuen „G-Finder“-Studie hervor, die das unabhängige Institut Policy Cures aus Australien heute veröffentlicht hat.

Deutschland hatte seine Beiträge im Vergleich zum Vorjahr um 18 Millionen US-Dollar erhöht und war damit 2017 in absoluten Zahlen der fünftgrößte öffentliche Geldgeber in diesem Bereich. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel es jedoch auf den neunten Platz zurück. Lediglich 0,002 Prozent des BIP investierte Deutschland in die Erforschung und Entwicklung von Prävention, Diagnose und Behandlung armutsassoziierter und vernachlässigter Krankheiten.

„Dass Deutschland die staatlichen Mittel im Jahr 2017 erhöht hat, ist eine erfreuliche Entwicklung“, sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW). „Denn noch immer leiden über eine Milliarde Menschen in Entwicklungsländern an Krankheiten, für die es keine modernen Schutzimpfungen, Diagnoseverfahren oder Therapien gibt. Deutschland ist als Industrienation und Wissenschaftsstandort jedoch in der Pflicht, mehr zu der Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten Krankheiten beizutragen. Das beinhaltet ein starkes politisches Engagement auf nationaler und europäischer Ebene wie auch eine verlässliche Finanzierung.“

Über die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene nehmen wir Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter.

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