Podiumsdiskussion im Rahmen der Veröffentlichung der Studie „Youth Can! Warum sich Deutschland für eine aufgeklärte und gesunde Jugend in Afrika engagieren sollte“. Foto: die_projektoren, Jörg Farys

Jedes fünfte Mädchen in Afrika südlich der Sahara ist bereits Mutter

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DSW: „Deutschland muss mehr für Sexualaufklärung von Jugendlichen tun“

Jedes fünfte Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren in Afrika südlich der Sahara hat bereits mindestens ein Kind zur Welt gebracht. Viele dieser Geburten sind ungewollt, unter anderem weil die Mädchen und jungen Frauen nicht aufgeklärt sind und somit nicht wissen, wie sie verhüten können. In der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika südlich der Sahara hat das Thema sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte in den letzten Jahren zwar an Bedeutung gewonnen, doch angesichts der wachsenden jungen Bevölkerung sollten gerade Aufklärung und der Zugang zu Verhütungsmittel für Jugendliche weiter ausgebaut werden. Das geht aus einer Studie hervor, die das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im Auftrag der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) erstellt hat und die heute in Berlin vorgestellt wird. In der Veröffentlichung wird untersucht, wie sich die Bundesregierung in den Bereichen Gesundheit, Sexualaufklärung und Gleichstellung der Geschlechter engagiert.

Deutschland sollte Vorreiterrolle einnehmen

„In Afrika südlich der Sahara kommen jedes Jahr mehr als zehn Millionen Kinder zur Welt, deren Mütter noch im Teenageralter sind“, sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der DSW. „Häufig müssen die Mädchen und jungen Frauen wegen der Schwangerschaft die Schule abbrechen, haben dadurch schlechtere Chancen auf einen Arbeitsplatz und sind ein Leben lang finanziell abhängig. Das schadet nicht nur den Frauen, sondern auch den Ländern, die dadurch wertvolle Arbeitskräfte verlieren. Umfassende Sexualaufklärung und der Zugang zu modernen Verhütungsmitteln für Jugendliche sind deshalb entscheidend für die Entwicklung Afrikas.

Deutschland ist zwar in absoluten Zahlen eines der wichtigsten Geberländer im Bereich sexuelle Gesundheit, die Bundesregierung muss aber mehr für Jugendliche in Entwicklungsländern tun. Angesichts der Mittelkürzungen in diesem Bereich durch die US-Regierung sollte Deutschland als eine der größten Volkswirtschaften der Welt eine Vorreiterrolle einnehmen.“

Vorstellung der Studie

Die Studie „Youth Can! Warum sich Deutschland für eine aufgeklärte und gesunde Jugend in Afrika engagieren sollte“ wird im Rahmen einer Veranstaltung

am Donnerstag, 22. Februar 2018, 18 Uhr
in der Kalkscheune in Berlin

vorgestellt. Zu der Veranstaltung sind Sie herzlich eingeladen.

Die Online-Version der Studie und die Highlights als Infoblatt finden Sie unter www.dsw.org/youthcan-studie

 

 

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