Plakat der Spendenkampagne "Hannover gibt Gummi"
"Hannover gibt Gummi!". Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung startet ihre Kampagne. Zum Auftakt plakatierten Martin Kind, Klaus Meine und Dirk Roßmann im U-Bahnhof Waterloo. Foto: Rainer Droese

Kampagne „Hannover gibt Gummi“ bittet um Spenden

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Autor: Daniel Bühner

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung hat am 21. November 2014 in Hannover eine neue Spendenkampagne gestartet, um mehr Menschen als Unterstützer für ihre Jugendaufklärungsarbeit zu gewinnen. Hannover 96-Präsident Martin Kind, Scorpions-Sänger Klaus Meine und Drogeriemarkt-Unternehmer und Stiftungsgründer Dirk Roßmann brachten als Auftakt am Waterloo ein Plakat von Schauspielerin Maria Furtwängler an. Die vier Prominenten werben in den kommenden Wochen auf großflächigen Plakaten in der hannoverschen Innenstadt unter dem Kampagnenmotto „Hannover gibt Gummi“ für die Arbeit der Stiftung.

Im Rahmen der Kampagne ist außerdem die Internetseite www.hannover-gibt-gummi.de sowie ein Spot für das lokale Fahrgastfernsehen entstanden. Ein besonderes Highlight ist die öffentlichkeitswirksame Aktion am 1. Dezember, dem Welt-Aids-Tag: Dann wird an der Kröpcke-Uhr, einem lokales Wahrzeichen, wird ein neun Meter hohes Kondom aufgestellt. An einem Infostand stehen Mitarbeiter der Stiftung den ganzen Tag für Fragen zu HIV und Aids sowie zur Kampagne und Jugendarbeit zur Verfügung.

Was ist das Ziel der Kampagne?

Mit der Kampagne will die Stiftung auf den großen Bedarf an Sexualaufklärung in Entwicklungsländern aufmerksam machen. Viele junge Menschen haben außerdem keinen Zugang zu Verhütungsmitteln und können sich entsprechend schlecht oder überhaupt nicht vor HIV und ungewollten Schwangerschaften schützen. Mit den eingeworbenen Spenden finanziert die Stiftung dann ihre Jugendaufklärungsprojekte in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda.

Welche Folgen haben ungewollte Schwangerschaften?

Viele Mädchen in Entwicklungsländern werden schon in jungem Alter schwanger. Jeden Tag bekommen 20.000 Mädchen unter 18 Jahren ein Kind. Für sie kann eine Schwangerschaft schnell lebensbedrohlich sein. 70.000 Mädchen in Entwicklungsländern sterben jedes Jahr an Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt. Neben den direkten gesundheitlichen Folgen muss man auch die langfristigen Folgen für die Mädchen betrachten. Eine frühe Schwangerschaft bedeutet meist auch einen Abbruch der Schule, womit ihre Aussichten auf Bildung und eine menschenwürdige Arbeit schwinden.

Wie arbeitet die Stiftung?

Die Stiftung engagiert sich für die Jugendlichen von heute und dadurch auch für die Eltern von morgen. In Jugendklubs informieren von uns ausgebildete junge Menschen ihre Altersgenossen, wie sie sich vor ungewollten Schwangerschaften und einer Ansteckung mit HIV schützen können. Wir verbinden Aufklärung mit Aus­- und Weiterbildung – denn Aufklärung ist besonders erfolgreich, wenn junge Menschen gleichzeitig neue Perspektiven auf ein besseres, wirtschaftlich unabhängiges Leben erhalten. Außerdem beziehen wir das soziale Umfeld, darunter Eltern, Lehrer und lokale Meinungsführer, in unsere Projekte mit ein. Nur so lassen sich Strukturen langfristig verändern.

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