Nichts ist stärker als eine Politik, die für die Menschen arbeitet

Unsere politische Arbeit

Regierungen stehen weltweit in der Verantwortung, das Leben von jungen Menschen zu verbessern und ihnen faire Chancen für ihr Leben zu ermöglichen – sei es durch Gesetze, finanzielle Mittel oder konkrete Handlungen, wie die Eröffnung neuer Gesundheitsstationen oder einen leichteren Zugang zu Verhütungsmitteln.

Deswegen stehen wir in ständigem Dialog mit politischen Entscheidungsträgern in Deutschland, in der EU, in unseren Schwerpunktländern und auf internationaler Ebene. Wir sehen uns als politische Aktivisten für Millionen junger Menschen, die ihr Recht auf Selbstbestimmung nicht wahrnehmen können.

Die DSW ist aktives Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen Bündnissen – darunter der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO), das Aktionsbündnis gegen Aids und der Bundesverband Deutscher Stiftungen. Durch gemeinsame Aktionen erreichen wir, dass unser Engagement bei Entscheidungsträgern noch besser wahrgenommen und der Handlungsdruck erhöht wird.

Wir wollen, …


  • … dass alle Menschen sexuelle Aufklärung und einen Zugang zu freiwilliger Familienplanung erhalten.

  • … dass Regierungen die nachhaltigen Entwicklungsziele umsetzen.

    Was sind die nachhaltigen Entwicklungsziele?

  • … dass globale Gesundheitsthemen einen höheren Stellenwert in der Entwicklungspolitik einnehmen.

  • … dass junge Menschen in ihren Potentialen gefördert werden und sie informierte Entscheidungen über ihr Leben treffen können.

Die deutsche Politik zum Positiven beeinflussen

Deutschland ist eines der wichtigsten Länder in der globalen Entwicklungspolitik. Vor allem im Gesundheitsbereich muss sich die Bundesrepublik stärker einbringen. Wir stehen im ständigen Austausch mit Entscheidungsträgern und Partnern anderer Nichtregierungsorganisationen, mit denen wir uns gemeinsam für ein stärkeres entwicklungspolitisches Engagement der Bundesregierung einsetzen.

Von großer Bedeutung ist dabei der Parlamentarische Beirat für Bevölkerung und Entwicklung. Schon seit 2003 arbeitet das fraktions- und ausschussübergreifende Gremium zu den Zusammenhängen von internationaler Entwicklung, Gesundheit, Armut und Menschenrechten. Bundestagsabgeordnete setzen sich so für ein stärkeres Engagement Deutschlands im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte ein.  


Zum Parlamentarischen Beirat

Wir bringen die globale Gesundheit und sexuelle und reproduktive Gesundheit in der Europäischen Union voran

  • DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr bei den Europäischen Entwicklungstagen
    In Fachdiskussionen zeigen wir, was mit einem größeren Engagement in der Entwicklungspolitik erreicht werden kann
  • Wenn wir Mädchen fördern, gewinnen wir alle. Deswegen muss die Geschlechtergerechtigkeit ganz weit oben auf Brüssels poltischer Agenda stehen
  • Wir setzen uns dafür ein, dass Europa eine führende Rolle bei der Armutsbekämpfung spielt
  • Bei Aktionen im Europäischen Parlament überzeugen wir Politiker davon, wie wichtig Aufklärung und Familienplanung sind

Über unser Büro in Brüssel wirken wir auf wichtige politische Entscheidungen der Europäischen Union und ihrer Institutionen ein. Gemeinsam mit unseren Partnern in der Zivilgesellschaft engagieren wir uns dafür, dass sich die Europäische Union verstärkt für globale Gesundheit, die Stärkung von Jugendlichen und für die Förderung von sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte einsetzt.


Unsere Kernthemen in Brüssel


Globale Gesundheit fördern

Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte stärken

Geschlechtergerechtigkeit voranbringen

Für einen erhöhten Einsatz ostafrikanischer Regierungen

Eine unserer Haupanliegen in Ostafrika ist es, dass Jugendliche ein Anrecht auf gute Gesundheitsdienstleistungen erhalten. Regierungen und Entscheidungsträger müssen selbst den Wert erkennen, der in der Förderung ihrer Gesundheitssysteme liegt. Die Regierungen müssen sich auch an ihre Versprechen halten, ihre Gesundheitssysteme nicht zu vernachlässigen.

Deshalb setzt sich die DSW dafür ein, dass Themen wie Aufklärung, Vermeidung ungewollter Schwangerschaften und die Prävention von HIV in Entwicklungsländern stärker in den politischen Fokus rücken und mehr Mittel dafür bereitgestellt werden. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort nehmen wir Einfluss auf Regierungsvertreter, Parlamentarier und lokale Behörden, damit sie den Menschen einen gerechten und erschwinglichen Zugang zu guten Gesundheitsdienstleistungen ermöglichen. So hat die DSW in Ostafrika Studien erstellt, die genau dokumentieren, wie Regierungen mit ihren Finanzen im Gesundheitssektor umgehen.

Peter Owaga, Leiter des DSW-Länderbüros in Tansania, mit Angellah Kairuki, Staatsministerin für öffentlichen Dienst und gute Regierungsführung im Präsidialamt

Aktiv bei den Vereinten Nationen

Als Empfehlung der deutschen Bundesregierung wurde die Geschäftsführerin der DSW, Renate Bähr, 2012 als einzige deutsche Vertreterin in die so genannte High-Level Task Force der Internationalen Konferenz für Bevölkerung und Entwicklung (ICPD) berufen. Dem Gremium auf UN-Ebene gehörten neben internationalen Fachleuten ehemalige Regierungschefs und Minister an. Nach vier Jahren lief das Mandat der High-Level Task Force im Jahr 2016 aus. Die Expertengruppe hatte sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass sich die Themen sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte in den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen wiederfinden.

Zudem setzen wir uns bei den Vereinten Nationen in zwei Kommissionen für eine effizientere Entwicklungszusammenarbeit und für die Rechte von Frauen ein.

Renate Bähr (ganz links) zusammen mit anderen Mitgliedern der High-Level Task Force