Nichts ist stärker als seinen eigenen Status zu kennen und informierte Entscheidungen zu treffen

HIV und Aids: Es braucht vor allem Bildung und Prävention!


Schätzungsweise 37 Millionen Menschen leben mit HIV. Das ist in etwas vergleichbar mit der gesamten Bevölkerung Polens.
Trotz der hohen Zahlen macht die Welt bei der Eindämmung von HIV Fortschritte, denn mittlerweile geht Jahr für Jahr die Zahl der Neufinfektionen zurück. Und mit 15 Millionen Menschen bekommen mehr Menschen als je zuvor eine lebensrettende Behandlung mit Medikamenten.

Ein Grund sich zurückzulehnen? Mitnichten, denn weltweit ist Aids unter Jugendlichen zwischen zehn und 19 Jahren der zweithäufigste Killer, in Afrika südlich der Sahara in diesem Alter sogar die häufigste Todesursache.
Die Ursachen der Verbreitung müssen mit Bildung und Prävention angegangen werden, denn: 19 Millionen Menschen davon kennen ihren Status nicht! Sie wissen nicht, dass sie mit HIV infiziert sind. Dabei ist es so einfach, sich testen zu lassen. Mit Medikamenten, können HIV positive Menschen mittlerweile ein Leben führen, dass ihre Lebenserwartung kaum einschränkt. Und: Menschen, die antiretrovirale Medikamente nehmen, verringern das Risiko einer Infektion um 97 Prozent. Doch dafür ist entscheidend, dass Jugendliche über HIV bescheid wissen und auch wissen, wo sie sich testen lassen können.

Weltweit ist Aids unter Jugendlichen der zweitgrößte Killer. In Afrika sogar der Größte. UNAIDS Report 2015

Problem 1: Aids wird totgeschwiegen

Eine Sache ist klar: Wenn wir nicht über Aids sprechen, können wir der Krankheit auch nicht entschlossen entgegentreten. Doch Aids wird häufig stigmatisiert und totgeschwiegen – gerade da, wo besonders viele Menschen an der Immunschwächekrankheit sterben. Dann entstehen Mythen wie: “Aids ist die Krankheit der dünnen Menschen”.

Problem 2: Kaum Sexualaufklärung

HIV und Aids sind untrennbar mit der Sexualität verbunden. Und fehlendes Wissen über HIV kommt auch von mangelnder Sexualaufklärung. Denn aufgeklärte Jugendliche gehen weniger Risiken ein, denn sie wollen weder zu früh Eltern sein, noch eine Ansteckung mit HIV riskieren. Deshalb verwenden sie Kondome, gehen nicht kopflos in eine Beziehung und besitzen die Stärke Nein zu sagen.

Problem 3: Wer hilft?

Alles über HIV zu wissen ist das eine, sich testen zu lassen und Gewissheit bekommen das andere. Und was mache ich, wenn es mich trifft? Für viele scheint das Leben dann vorbei zu sein, doch diese Sorge ist unbegründet. Denn mit der richtigen Behandlung lässt sich mittlerweile auch mit Aids ein langes Leben führen.

Unsere Lösung: rausgehen und darüber reden

Helfen Sie den Jugendlichen in Ostafrika
bei ihrem Einsatz gegen HIV und Aids


Die Stiftung unterstützen

Laut, bunt und mit Botschaft

Die Jugendlichen in unserem Jugendnetzwerk bringen Aids offen(siv) zur Sprache. Dann heißt es: “Geht zur Gesundheitsstation, geht zu unseren Jugendklubs. Lasst euch testen, wir helfen euch dabei.” Dann werden Theatershows aufgeführt, Filme gezeigt, Musik gemacht. Die Aufklärungskampagnen in der Öffentlichkeit haben einen riesengroßen Effekt, denn sie zeigen jung und alt: Aids ist real, Aids ist eine Gefahr, doch es gibt Wege, wie ihr euch davor schützen könnt – und Wege, wie ihr auch damit leben könnt. Wir sind an eurer Seite.

HIV-Tests während der Events

Musik, Theater oder Sportevents dienen häufig nicht nur der Aufklärung, denn häufig gibt es Gesundheitspersonal oder ausgebildete Jugendliche, die HIV-Tests durchführen. So heizen die einen Jugendlichen mit ihrer Show ein und lenken so die Menschen zu den mobilen Tests.

Die Jugendklubs bieten Halt

Viele unserer Jugendklubs sind nicht nur Treffpunkt mit der Option etwas über Sexualität zu lernen. Die Jugendlichen helfen auch bei der Klärung des Status. Wenn Jugendliche sich nicht sicher sind und einen Test machen wollen, helfen Sie weiter. In manchen Jugendklubs führen die ausgebildeten Jugendlichen die Tests auch selber durch. In speziellen Räumlichkeiten verfügen sie dort über die nötige Ausstattung.

Und wenn die Gewissheit da ist und es wirklich heißt: “Ja, ich habe mich infiziert”, dann unterstützen unsere Jugendlichen die Betroffenen bei der Behandlung. Denn wenn sie behandelt werden, ist das Leben nicht vorbei. Sie haben ihr Leben noch vor sich!

Kooperation mit Gesundheitspersonal

Die von uns ausgebildeten Jugendlichen wissen, wo andere Jugendliche sich testen lassen können. Sie vereinbaren dann Termine oder begleiten die Jugendlichen. In anderen fällen kommen die Gesundheitsfachkräfte auch in die Jugendklubs und nehmen dort die Tests vor.