Nichts ist stärker als die Selbstbestimmung über die eigene Familienplanung

Aufklärung und Familienplanung
– (k)eine normale Sache!


Wie viele Kinder möchte ich haben? Sollten wir lieber jetzt Kinder bekommen oder noch warten?
Welches Verhütungsmittel ist für mich und meinen Körper am besten geeignet?

Jede Frau sollte selbst darüber entscheiden können, wann sie Mutter wird und ob sie überhaupt Mutter wird!
Klingt logisch, oder?

Doch 225 Millionen Frauen auf der Welt haben diese
Entscheidung NICHT in der eigenen Hand.

Jede vierte Frau in Entwicklungsländern kann nicht verhüten,
obwohl sie das gerne möchte.

Deswegen kommt es jedes Jahr zu 74 Millionen ungewollten Schwangerschaften. Davon:

0 Millionen
ungewollten Geburten
0 Millionen
oft lebensbedrohlichen Abtreibungen
0 Millionen
Fehlgeburten

Wir stellen uns den Hürden

Mädchen und Frauen brauchen Informationen

Mythen und Fehlinformationen sind die Hauptursachen für viele ungewollte Schwangerschaften. Woher soll ich wissen, wie ich richtig verhüte, wenn es mir niemand sagt und ich mit niemandem darüber sprechen kann?
Wir bieten Mädchen und Frauen deshalb die geeignete Beratung an und sprechen mit ihnen darüber, welche Verhütungsmethode für sie am geeignetsten ist.

Wir machen Wege kürzer

Die nächste Krankenstation oder das nächste Familienplaungszentrum ist für viele Mädchen und Frauen häufig in weiter Entfernung, besonders in ländlichen Regionen. Viele stehen dann vor der schweren Wahl: Nehme ich eine Tagesreise in eine entferntere Ortschaft auf mich, die mich viel Geld kostet, das ich eigentlich fürs Überleben brauche? Oder lasse ich es sein, und riskiere eine Schwangerschaft, die ich eigentlich nicht möchte.

Darum sind wir mit den Youth-Trucks unterwegs, bei denen unsere Mitarbeiter Beratungen mitsamt der Verhütungsmittel auch in entferntere Orte liefern. Auch in unseren Jugendklubs, die häufig an Gesundheitszentren angeschlossen sind, sorgen wir dafür, dass immer ausreichend Verhütungsmittel vorhanden sind.

Richtige Aufklärung

Das Thema Sexualität ist in vielen Gesellschaften weitestgehend tabu. Aufklärungsunterricht findet häufig nicht statt. Dadurch entstehen viele Unsicherheiten. Doch Jugendliche brauchen dieses Wissen, wenn sie in die sexuell aktive Phase kommen – um ungewollte Schwangerschaften vorzubeugen und sich vor Infektionskrankheiten wie HIV zu schützen.

Die DSW hat deshalb in Ostafrika Jugendklubs etabliert, wo ausgebildete Jugendberater genau diese Aufgabe übernehmen. Sie reden dabei nicht nur mit anderen Jugendlichen, sondern auch mit anderen Mitgliedern ihrer Gemeinden.

Dem Mann die Entscheidung abnehmen

In männerdominierten Gesellschaften fehlt den Frauen häufig das Mitspracherecht in Fragen der Sexualität. Für Männer ist die Anzahl der Kinder ein Gradmesser für die gesellschaftliche Stellung. Doch auch viele Väter merken zunehmend, dass es schwierig ist, eine große Anzahl an Kindern zu versorgen und ihnen eine gute Bildung zu ermöglichen. Und besonders die Heranwachsenden lehnen die rückständigen Haltungen früherer Generationen zunehmend ab.

Bei öffentlichen Veranstaltungen versuchen die Jugendlichen unserer Jugendklubs mit Theater- und Musikaufführungen und unsere Mitarbeiter in öffentlichen Gesprächen, nicht nur Jugendliche und Frauen zu erreichen, sondern auch Männern aufzuzeigen, wie wichtig Aufklärung und Familienplanung für ihr eigenes Wohl und das Wohl der Gemeinschaft ist.

Mit den Religionen zusammenarbeiten

Der Einfluss der Religionen ist in vielen Entwicklungsländern viel größer als in den Industrieländern. Deswegen ist es schwer für Familienplanung einzutreten, wenn sich religiöse Gruppen dem verschließen.

Doch viele Religionsgemeinschaften und Organisationen bekommen mittlerweile ein besseres Verständnis für die Notwendigkeit von Verhütung. Die hohe Zahl an ungewollten Schwangerschaften und HIV-Infektionen bringen viele zur Einsicht, dass es nicht zielführend ist, auf alte Dogmen zu setzen.

Mit From Faith to Action haben wir ein Netzwerk ins Leben gerufen, das religiösen Organisationen und religiösen Führern den Umgang mit dem Thema Aufklärung und Familienplanung erleichtern soll. Mehr als 250 Organisationen und Netzwerke, mehrheitlich christliche und islamische, beteiligen sich daran. Paare sollen durch das Projekt einen besseren Zugang zu Informationen und Dienstleistungen rund um Sexualität und Verhütung bekommen, ohne dass ihr Glaube sie daran hindert.

Einen Zugang zu Aufklärung und Familienplanung für alle?
Es hätte nur Vorteile:


Weniger ungewollte Schwangerschaften

Wenn Frauen von ihrem Recht Gebrauch machen können, selbst über die Zahl ihrer Kinder und den Zeitpunkt ihrer Geburt zu bestimmen, hätten wir 70 Prozent weniger ungewollte Schwangerschaften.

Bessere Chancen für Mutter und Kind

Wenn Frauen verhüten könnten und im Rahmen ihrer Schwangerschaft versorgt wären, würde sich die Müttersterblichkeit auf der Welt um 67 Prozent und die Säuglingssterblichkeit um 77 Prozent verringern.

Bessere Lebensperspektiven

Die betroffenen Frauen wären gesünder und besser gebildet und könnten besser am Erwerbsleben teilhaben.

Das Potential der Kinder wird gestärkt

In kleineren Familien geht es Kindern besser: Sie sind gesünder, kommen in der Schule besser zurecht, haben bessere Berufschancen und verdienen später mehr.

Helfen Sie mit!

Unterstützen Sie unsere Projekte und unsere politische Arbeit für Sexualaufklärung und freiwillige Familienplanung mit einer Spende.


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