Nichts is stärker als der unbändige Einsatz gegen einen grausamen Brauch

Weibliche Genitalverstümmelung

Die Tradition verlangt es: Damit ein Mädchen vollwertig in ihre Gemeinschaft aufgenommen werden kann, muss man sie beschneiden. In einigen Gesellschaften wird den Mädchen dabei “nur” die Klitorisvorhaut entfernt, in anderen verlieren sie nicht nur ihre Klitoris und ihre Schamlippen, sondern bei dem blutigen Eingriff auch häufig ihr Leben. Millionen von Mädchen werden so jedes Jahr zu Opfern. Unter teilweise katastrophalen Bedingungen wird jungen Mädchen die Würde genommen.

Schuld sind vor allem längst überholte Riten.

Weltweit sind
0 Millionen
Frauen und Mädchen Opfer der Beschneidung!
Jedes Jahr laufen allein in Afrika
0 Millionen
Mädchen Gefahr, beschnitten zu werden!

Folgen der Genitalverstümmelung für Mädchen und Frauen


Insgesamt 25 Prozent der Mädchen sterben an den Folgen der Genitalverstümmelung.
Doch auch die Mädchen, die mit dem Leben davonkommen, tragen häufig schwerwiegende Folgen davon:


Risiken während der Schwangerschaft

Das Risiko, während einer Schwangerschaft zu sterben, ist für beschnittene Frauen doppelt so hoch, wie für unbeschnittene Frauen

Hohes Infektionsrisiko

Zur Beschneidung werden häufig benutzte Rasierklingen oder gar Glasscherben verwendet. Zudem sind die Beschneiderinnen meistens medizinisch nicht ausgebildet. Deshalb sterben viele Mädchen an einer Verblutung, an Wundstarrkrampf oder infizieren sich mit HIV.

Schwerer Einschnitt in die Psyche

Die Genitalverstümmelung ist nicht nur körperlich ein schwerwiegender Eingriff – sie ist für die meisten Mädchen auch höchst traumatisch. Die psychische Belastung des Verfahrens können Verhaltensstörungen bei Kindern auslösen, die in engem Zusammenhang mit Verlust von Vertrauen in die Betreuungspersonen verbunden sind. Auf längerer Sicht leiden die Betroffenen oft unter chronischer Angst.

Sex kann zur Qual werden

Je nach Beschneidungsform verspüren die betroffenen Frauen nicht nur wenig bis keine Lust, sondern sogar starke Schmerzen beim Sex. Gerade bei der Infubulation kommt es sehr häufig zu Verletzungen, da hier auch zum Teil die Vaginalöffnung zugenäht wurde. Die sexuelle Dysfunktion kann auch zu Ehekonflikte oder Scheidung beitragen.

Die Jugend schlägt ein neues Kaptiel auf!
Und möchte die Tradition ändern!

Aufklären und Sichtweisen ändern

Genitalverstümmelung ist eine kulturelle Praxis, doch Kulturen können sich wandeln. Deswegen machen sich Jugendliche aus unseren Klubs daran, nicht nur Mädchen und ihr Eltern über die gravierenden Folgen der Genitalverstümmelung aufzuklären, sondern auch ihre Gemeinden. Wir bilden dazu spezielle Jugendberaterinnen aus, die genau wissen, wie sie andere Menschen über das Thema richtig informieren und einen Bewusstseinswandel herbeiführen können.

Religion und Politik überzeugen

Keine Religion fördert oder duldet Genitalverstümmelung. Doch lokale Führer argumentieren häufig zu Unrecht im Namen ihrer Religion. Genauso verweisen politische Führer gerne auf diese Tradition. Doch die Jugendlichen erheben ihre Stimme und treten in den Dialog mit diesen Menschen. Sie wollen, dass diese Tradition ein Ende hat und Mädchen nicht mehr leiden müssen. Denn Genitalverstümmlung kann am schnellsten beendet werden, wenn die Gemeinden von sich aus damit aufhören.

Schützt unsere Töchter, tadelt den Missbrauch!

Die Jugendlichen sorgen dafür, dass ihre Ablehnung zu dieser grausamen Praktik auch wahrgenommen wird. T-Shirts mit der Aufschrift “Schützt unsere Töchter, tadelt den Missbrauch!”, Plakate und Infoflyer machen unmissverständlich klar: Mit uns wird kein Mädchen beschnitten.

Frauen und Mädchen erlangen sexuelle Freiheit

Ganz oben steht: Frauen stärken! Die weibliche Genitalverstümmelung ist eine Tradition, die vor allem die starke Rolle des Mannes untermauert. Die Beschneidung soll die Frau beim Sex beeinträchtigen und sie so vor dem Fremdgehen „schützen“. Doch jede Frau hat das Recht, selbst über ihre Sexualität und ihr Liebesleben zu bestimmen. Eine aufgeklärte Jugend hat nicht den Mann, sondern den Mensch im Blick. Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat da nichts zu suchen – und schon gar nicht etwas Tradiertes wie Genitalverstümmelung.

Helfen Sie mit, Mädchen und Frauen vor Genitalverstümmelung zu schützen.

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Auge in Auge mit der Klinge

Zwei Beispiele von den Massai aus Tansania

Vor Kinderehe und Genitalverstümmelung geflohen

Frühverheiratung und Genitalverstümmelung gehören zu den traditionellen Bräuchen der Massai. Auch Tumaini Daniel blühte dieses Schicksal. Doch sie ist geflohen – und fand Halt in einem Jugendklub der Stiftung. Was ist aus ihr geworden?

Die Geschichte von Tumaini

Schnitt in die Seele

Die 16-jährige Massai Esuphat war stolz auf ihre Traditionen. Doch als sie durch die Initiationszeremonie muss, hatte sie das Gefühl, sterben zu müssen. Jahre später trifft sie auf eine Jugendgruppe der DSW und lernt viel über Sexualität. Ihr wird klar: Meine Tradition hat mich betrogen.

Die Geschichte von Esuphat