Investitionen in Forschung und Entwicklung retten Leben

Das Recht auf Gesundheit ist ein universelles Menschenrecht. Und: Gesundheit ist die Voraussetzung dafür, ein erfülltes und produktives Leben zu führen. In vielen Entwicklungsländern können die Menschen das Recht auf Gesundheit jedoch nicht wahrnehmen. Es fehlt an einer ausreichenden Gesundheitsversorgung, an Präventions- sowie an Behandlungsangeboten und an bezahlbaren, geeigneten Medikamenten, Impfstoffen und Diagnosemethoden.

Wussten Sie, dass …

  • Connector.

    ... jeden Tag fast 18.000 Menschen – eine deutsche Kleinstadt – an vermeidbaren und behandelbaren Armutskrankheiten wie Aids, Malaria und Tuberkulose sterben?

  • Connector.

    ... mehr als eine Milliarde Menschen von diesen vernachlässigten Armutskrankheiten betroffen sind?

  • Connector.

    ... 353 Millionen gesunde und produktive Lebensjahre aufgrund von Armutskrankheiten verloren gehen?

Das ist nicht länger hinnehmbar!
Deshalb muss dringend mehr für die Gesundheitssituation in Entwicklungsländern getan werden.

Nichts ist stärker als Menschen,
die ihr Recht auf Gesundheit wahrnehmen können

Diagnostika, Impfstoffe und Medikamente tragen dazu bei, die Gesundheitssituation in Entwicklungsländern entscheidend zu verbessern. Sie stehen jedoch vielerorts nicht zur Verfügung – weil sie nicht erhältlich sind oder gar nicht erst existieren. Denn da die betroffenen Regionen und ihre Bewohner über wenig Kaufkraft verfügen, fehlen der Pharmaindustrie die finanziellen Anreize, in Forschung und Entwicklung zu investieren. Bisher werden zum Beispiel nur etwa ein bis zwei Prozent der globalen Forschungsgelder für infektiöse Krankheiten aufgewendet, die besonders in Entwicklungsländer vorkommen.

Dass sich Investitionen lohnen, sehen Sie in diesem Filmclip von “Kurzgesagt”:

Was zu tun ist

Um vernachlässigte Armutskrankheiten wirksam zu bekämpfen und damit Millionen Menschenleben zu retten,

  • Connector.

    müssen alle Menschen auf bezahlbare und wirksame Gesundheitsdienste und -produkte zugreifen können,

  • Connector.

    müssen Gesundheitssysteme gestärkt werden; das bedeutet: ausreichendes und qualifiziertes Gesundheitspersonal, lebenswichtige Medikamente und verbesserte Informationssysteme, und

  • Connector.

    es muss in die Forschung und Entwicklung neuer Diagnostika, Impfstoffe und Medikamente investiert werden.

Bei der Forschung und Entwicklung zu Armutskrankheiten haben sich sogenannte Produktentwicklungspartnerschaften als erfolgreich erwiesen. Dabei handelt es sich um internationale Non-Profit-Organisationen, in denen Pharmafirmen und Forschungseinrichtungen mit öffentlichen und privaten Institutionen zusammenarbeiten, um neue Impfstoffe, Medikamente und Diagnosemethoden zu entwickeln.

Was sie tun können

Die DSW setzt sich bei Entscheidungsträgern in Entwicklungs- und Industrieländern dafür ein, mehr Mittel für die Gesundheitsversorgung und für die Forschung und Entwicklung im Gesundheitsbereich in Entwicklungsländern zur Verfügung zu stellen. Ihre Spende hilft uns, entsprechende Konferenzen, Fachgespräche und Kampagnen zu organisieren.

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Was sind vernachlässigte Armutskrankheiten?

Vernachlässigte und armutsassoziierte Krankheiten (im Englischen poverty related and neglected diseases – PRNDs) – kurz vernachlässigte Armutskrankheiten – sind Krankheiten, die vor allem in armen Ländern auftreten und bei denen es an Diagnostika, Impfstoffen, Medikamenten und Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten fehlt. Sie sind eine der größten Herausforderungen der globalen Gesundheit.

Neben den „großen Drei“ Aids, Tuberkulose und Malaria zählen zu den vernachlässigten Armutskrankheiten 17 Tropenkrankheiten, von denen mehr als eine Milliarde Menschen bedroht sind – darunter das Dengue-Fieber, die Tollwut, die Chagas-Krankheit und Leishmaniose. Außerdem zählen Wurmkrankheiten wie die Flussblindheit, Helminthiasis und Echinokokkose zu den Tropenkrankheiten. Sie führen zu Erblindung, Entstellungen und Behinderungen, machen arbeitsunfähig und können tödlich sein.