Nichts ist stärker als ein sorgenfreies Leben
für Mutter und Kind

Das Gefühl, Mutter zu werden, gehört zu den schönsten Gefühlen im Leben einer Frau. Doch in vielen Ländern ist mit diesen freudigen Gedanken auch die Angst verbunden, während der Schwangerschaft oder bei der Geburt das eigene Leben oder das Leben des Babys zu verlieren. Denn häufig ist es keine Selbstverständlichkeit, vor, während und nach der Geburt rundum gut versorgt zu sein – auch wenn die Welt bei der Müttergesundheit in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht hat.


Noch immer sterben rund
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in Entwicklungsländern

Der Weg zu einer besseren Gesundheit für Mütter und ihre Kinder

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Unnötige Gefahren vermeiden

Die negativen Folgen einer Geburt lassen sich nicht nur anhand der Müttersterblichkeit feststellen. Denn statistisch gesehen kommen auf jede Frau, die bei der Geburt stirbt, weitere 20 Frauen, die nach einer risikoreichen Geburt oft bleibende Schäden haben. Ein Beispiel sind Scheidenfisteln, die vor allem bei Mädchen dazu führen, dass sie gesellschaftlich isoliert werden.

Die DSW hat sich in Äthiopien auf Mädchen und Frauen spezialisiert, die von Scheidenfisteln betroffen sind, und hilft ihnen bei der Behandlung.

Gleichzeitig setzt sich die Stiftung in Aufklärungsprojekten dafür ein, solche Teenagerschwangerschaften und damit auch deren mögliche Folgen zu vermeiden.

Ungewollte Schwangerschaften verringern

Jedes Jahr kommt es in Entwicklungsländern zu 74 Millionen ungewollten Schwangerschaften. Hauptgründe dafür sind der fehlende Zugang zu Verhütungsmitteln und fehlende Angebote zur Familienplanung. Dort lernen die Frauen zum Beispiel, dass sie mindestens zwei Jahre bis zur nächsten Schwangerschaft warten sollten, um eine Risikoschwangerschaft zu umgehen. Durch freiwillige Familienplanung und umfassende Gesundheitsversorgung für Mütter und Neugeborene, könnte die Zahl ungewollter Schwangerschaften um 70 Prozent, die Fälle von Müttersterblichkeit um 67 Prozent und die Fälle von Säuglingssterblichkeit um 77 Prozent gesenkt werden.

Geburten professionell begleiten

Jede Frau sollte die Möglichkeit bekommen, dass ihre Schwangerschaft professionell begleitet wird. Viele Probleme treten oft erst im Verlauf der Geburt auf – etwa wenn die Wehen unregelmäßig werden oder sich das Köpfchen des Babys nicht richtig dreht. Diese Probleme lassen sich in der Regel gut behandeln, sofern Gesundheitseinrichtungen erreichbar sind, es qualifiziertes Gesundheitspersonal gibt und eine angemessene medizinische Ausstattung zur Verfügung steht.

DENNOCH hat in Entwicklungsländern nur die Hälfte der Frauen die Möglichkeit einer professionellen, medizinischen Betreuung während ihrer Schwangerschaft und der Geburt.

Gesundheitspersonal fördern

In vielen Ländern herrscht eine große Knappheit an ausgebildetem Gesundheitspersonal, das in der Lage ist, professionell Geburten zu betreuen.

Die Ausbildung von Hebammen und anderem Gesundheitspersonal sowie eine bessere medizinische Versorgung haben schon maßgeblich dazu beigetragen, dass die Müttersterblichkeit von mehr als 532.000 im Jahr 1990 auf 303.000 im Jahr 2015 zurückgegangen ist. Gerade in diesen Bereichen erweisen sich die Investitionen als besonders effektiv.

Gesunde Mütter = gesunde Kinder

Wie sehr Mütter- und Kindergesundheit zusammenhängen, zeigt folgende Zahl: Für Kinder ohne Mutter ist das Risiko, innerhalb von zwei Jahren nach der Geburt zu sterben, zehnmal höher als für Kinder mit Mutter. Das betrifft vor allem Teenagerschwangerschaften, denn in Entwicklungsländern sind Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt die zweithäufigste Todesursache bei Mädchen und jungen Frauen zwischen 15 und 19 Jahren.

Dabei ist die Säuglingssterblichkeit fast zu 100 Prozent vermeidbar: durch eine gute medizinische Betreuung der Mutter, günstige Impfungen und Medikamente, sauberes Wasser, verbesserte hygienischen Bedingungen und ausreichend Nahrung.

Die Dörfer nicht vergessen

Viele Orte sind schlichtweg abgeschnitten, die nächste Gesundheitsstation viele Kilometer weit entfernt. Die Folge: Auf dem Land ist das Risiko, bei einer Geburt zu sterben, höher als in der Stadt. Regierungen und Akteure der Entwicklungszusammenarbeit müssen daher stärker in den Ausbau der Gesundheitsinfrastruktur investieren. In Afrika südlich der Sahara und Südasien ist dies besonders wichtig, denn 85 Prozent aller Frauen, die vor, während oder nach der Geburt sterben, kommen aus diesen Regionen.

Frauen, die von der DSW zu Gesundheitsmitarbeiterinnen ausgebildet wurden, kommen in die Dörfer der Projektländer und sprechen persönlich mit den Frauen.

Wir machen Fortschritte

Zwischen 1990 und 2015 ist die Kindersterblichkeit um 53 Prozent und die Müttersterblichkeit um 43 Prozent gesunken. Auch weil viele Staaten im Zuge ihrer Entwicklung in bessere Gesundheitssysteme investiert haben. Doch Schwangerschaft und Geburt bergen weiterhin große Risiken für Mütter und Kinder in Entwicklungsländern. Mehr Investitionen sind nötig, damit werdende Mütter mit Freude, statt mit Angst in die Zukunft blicken.

Die bisher rund 6.800 Teilnehmerinnen des Women and Girls Empowerment (WOGE) Projekts in ländlichen und ärmeren Gebieten Äthiopiens, Kenias, Tansanias und Ugandas können dank Schulungen der DSW eigene Entscheidungen zur Familienplanung treffen.