Nichts ist stärker als eine nachhaltige Bevölkerungsentwicklung

2011 waren wir noch sieben Milliarden Menschen, im Jahr 2050 werden wir laut Prognosen der Vereinten Nationen 9,8 Milliarden und im Jahr 2100 11,2 Milliarden sein.
Doch wie viele Menschen leben auf der Erde?
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Menschen leben auf der Erde

Der wievielte Mensch sind Sie?

What’s your number?

Die Weltbevölkerung der Erde wächst – vor allem in den ärmsten Ländern der Welt. Mit dieser Anwendung können Sie herausfinden, als wievielter Erdenbürger Sie auf die Welt gekommen sind, und Ihre Position auf der Bevölkerungskurve mit der von Freunden, Bekannten und Verwandten vergleichen.

Geben Sie hier Ihr Geburtsdatum ein und finden Sie heraus, der wievielte Erdenbürger Sie sind.

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Teste dein Wissen zur Weltbevölkerung!

Hintergründe zum Weltbevölkerungswachstum

Die Weltbevölkerung wächst um

Infografik: Die Welt – ein Dorf 2017Infografik: Die Welt – ein Dorf 2017
Grafik zur Altersstruktur der WeltbevölkerungGrafik zur Altersstruktur der Weltbevölkerung

Der Mythos Weltbevölkerungswachstum –
Leben retten = mehr Menschen?

Verhütung macht den Unterschied! Das Beispiel einer kenianischen Mutter und ihrer Tochter

Wie Afrika seine Bevölkerungsherausforderung in eine große Chance verwandeln kann

Zwei positive Fakten der wachsenden Weltbevölkerung

1. Menschen werden älter

Dank des medizinischen Fortschritts und der besseren Lebensbedingungen leben wir heute länger als je zuvor.

2. Mehr Kinder überleben

Aufgrund der weltweiten Fortschritte etwa im Gesundheitsbereich und bei der Ernährungssituation sank die Kindersterblichkeit erst in den industriellen Ländern und später auch in den Entwicklungsländern.

Sechs negative Fakten der wachsenden Weltbevölkerung


… und wie wir sie angehen!

1. Fehlende Sexualaufklärung

Aufklärung ist die Grundlage dafür, dass sich Jugendliche und Erwachsene mit Verhütungsmitteln wie Kondomen vor ungewollten Schwangerschaften und sexuell übertragbaren Krankheiten schützen können. Über Sexualität zu reden, gilt in vielen Gesellschaften immer noch als Tabu. Nicht darüber zu sprechen, ist sehr gefährlich und kann gravierende Folgen für Mädchen und Frauen haben, wenn sie – oft ungewollt – schwanger werden.

Was die DSW tut

  • Wir haben ein Netzwerk von ca. 400 Jugendklubs in Ostafrika aufgebaut. Dort finden Jugendliche einen Platz, um mit speziell ausgebildeten, gleichaltrigen Jugendberatern über Sexualität zu sprechen.
  • In unserer politischen Arbeit setzen wir uns dafür ein, dass Sexualaufklärung weltweit eine größere Bedeutung bekommt.

2. Kein Zugang zur Familienplanung

Über Verhütungsmittel etwas zu wissen, ist das eine, sie auch verwenden zu können, das andere. Apotheken oder Krankenstationen sind häufig nicht mit Verhütungsmitteln ausgestattet, der Weg für viele Menschen zu weit. In den Städten hat sich in den letzten Jahren viel getan, doch gerade in den ländlichen Gebieten muss dafür Sorge getragen werden, dass die Menschen eine Möglichkeit haben, moderne Verhütungsmethoden anzuwenden.

Was die DSW tut

  • Mit mobilen Aufklärungsfahrzeugen erreichen wir auch abgelegene Gebiete und versorgen Menschen beispielsweise mit Kondomen.
  • Jugendliche bekommen in unseren Klubs Kondome und jugendfreundliche Beratungen.
  • Unsere Mitarbeiter in Ostafrika und die Jugendlichen in den Jugendklubs geben Auskunft über die Vielzahl von Verhütungsmitteln – speziell für junge Menschen.

3. Schwache Gesundheitssysteme

Gesundheit ist das A und O. Werdende Mütter müssen so versorgt werden, dass sie weder um die eigene Gesundheit noch um die ihrer Kinder fürchten müssen. Die Kindersterblichkeit hat einen hohen Einfluss auf die Geburtenzahl pro Frau, denn Paare sind erst bereit, weniger Nachwuchs zu bekommen, wenn sich die Überlebenschance für jedes einzelne Kind erhöht.

Was die DSW tut

  • Wir statten Gesundheitsstationen für die Versorgung von (werdenden) Müttern aus.
  • Wir setzen und in den Projekten und unserer politischen Arbeit für die angemessene gesundheitliche Versorgung der Mütter ein.

4. Armut und Perspektivlosigkeit hemmen den Fortschritt

Die Bevölkerung wächst besonders in den ärmsten Ländern der Welt. Viele Kinder bieten eine Möglichkeit der Versorgung im Alter und bei Krankheit. Dabei könnte freiwillige Familienplanung die Entwicklungschancen armer Länder nachhaltig verbessern. In kleineren Familien sind die Kinder im Durchschnitt gesünder, haben bessere Ausbildungschancen und daher Möglichkeiten, am Erwerbsleben teilzunehmen.

Was die DSW tut

  • Wir bieten in unseren Projekten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und damit auch Berufsperspektiven für Jugendliche an.
  • Wir schulen Jugendliche im 1 x 1 der Wirtschaft.
  • Die Jugendlichen setzen ihre eigenen Ideen um, wie sie den Jugendklub finanziell am Laufen halten. Wir unterstützen sie dabei!
  • Wir setzen uns für eine Erhöhung der Entwicklungsgelder ein, damit arme Länder bessere Entwicklungsmöglichkeiten erhalten.

5. Fehlende Gleichberechtigung

In Partnerschaften können Frauen in vielen Entwicklungsländern oft nur schwer die Verwendung von Verhütungsmitteln und Familienplanung durchsetzen. Viele Frauen wünschen sich weniger Kinder als Männer – doch dies geht nur, wenn sie sich ihnen gegenüber auch behaupten können. Besser gebildete und in ihren Rechten gestärkte Frauen können informierte, selbstbestimmte Entscheidungen zur freiwilligen Familienplanung treffen.

Was die DSW tut

  • In den meisten unserer Klubs herrscht eine ausgeglichene Anzahl an Jungen und Mädchen, die sich die Verantwortung und Aufgaben im Klub teilen. Es geht nicht ums Geschlecht, sondern um die Ziele und Potentiale im Leben.
  • In Rollenspielen wird das Thema Gleichberechtigung aufgegriffen. So lassen sich schon frühzeitig geschlechtsspezifische Vorurteile abbauen.
  • Die Gleichstellung von Mann und Frau ist eine unserer obersten politischen Prioritäten.

6. Schlechte Bildungschancen – besonders für Mädchen

Die Welt hat in Bildungsfragen große Fortschritte gemacht, denn mittlerweile werden fast alle Kinder eingeschult. Doch problematisch ist zum einen die Lehrqualität und zum anderen, dass nur sehr viel weniger Kinder auch eine weiterführende Schule besuchen. Mädchen in Entwicklungsländern werden häufig früh verheiratet oder müssen im Haushalt mitarbeiten und deshalb die Schule frühzeitig verlassen. Viele bekommen schon vor der Volljährigkeit ein Kind – und werden damit ihrer eigenen Zukunftschance beraubt.

Was die DSW tut

  • Wir engagieren uns, damit die Länder selbst sich stärker für Jugendliche einsetzen. So wurde beispielsweise in Uganda mit unserer Unterstützung ein Gesetz erlassen, welches Kinderehen verbietet.
  • Wir kooperieren mit Schulen, in denen Jugendthemen nun offen angesprochen werden. So verringert sich die Gefahr, dass beispielsweise Mädchen durch eine ungewollte Schwangerschaft frühzeitig die Schule verlassen müssen.

Warum unser Fokus auf Afrika liegt


In Afrika südlich der Sahara ist der Bedarf an Angeboten zur freiwilligen Familienplanung am größten, denn dort geht die Geburtenrate am geringsten zurück.

Die Bevölkerung Afrikas wird bis zum Ende des Jahrhunderts voraussichtlich fast vervierfachen. Für diese Menschen müssen Schulen, Krankenhäuser, sauberes Wasser und Nahrung zur Verfügung stehen – doch schon heute haben die meisten Staaten Probleme, die Menschen ausreichend mit Grundgütern zu versorgen.

Armut führt zu einem hohen Bevölkerungswachstum und ein hohes Bevölkerungswachstum führt zu mehr Armut. Unser Ziel ist es, den Teufelskreis aus Armut und dem Bevölkerungswachstum zu durchbrechen.

Dass ein Ausweg möglich ist, haben viele asiatische Staaten gezeigt: Sie haben sowohl in Bildungs- und Gesundheitsprogramme als auch in freiwillige Familienplanung investiert – und so binnen kürzester Zeit einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt. Dies ist auch in Afrika südlich der Sahara möglich.


Grafik: Afrika ist am jüngsten

Häufig gestellte Fragen zum Thema Weltbevölkerung


  • Ja

  • Nein

Ein Platzproblem werden wir nicht bekommen. Die Frage muss lauten, wie wir unser gemeinsames Zusammenleben gestalten und wie sehr jeder Einzelne die Umwelt belasten möchte. Allein zwischen 1990 und 2012 stieg der Kohlendioxidaussoß weltweit um mehr als 60 Prozent, hauptsächlich ausgelöst durch den hohen ressourcenverbrauch in Industrie- und Schwellenländern.

Beispiel CO2-Ausstoß: Der gesamte Kontinent Afrika verbrauchte im Jahr 2012 lediglich 331 Millionen Tonnen CO2. Das kleine Japan hingegen verbrauchte 342,3 Millionen Tonnen Co2! Auch zwischen den Industrieländern gibt es große Unterschiede: In Schweden verbraucht ein Einzelner 5,6 Tonnen Co2 pro Jahr. In den USA sind es jährlich hingegen ganze 16,5 Tonnen Co2 pro Person.

Die Folgen der Erderwärmung aufgrund des Kohlendioxidaussoßtes bekommen aber besonders die Menschen in Entwicklungsländern zu spüren, die sich schlechter gegen steigende Meeresspiegel, Dürreperioden und Umweltkatastropen schüten können. Wir müssen die Klimaerwärmung begrenzen und die Schäden an Umwelt und Natur eindämmen. Wenn wir als Bewohner dieser Welt beispielsweise auf erneuerbare Energien setzen, den ungesunden Überkonsum an Fleisch verminderen, receyclen statt zu verschwenden und unseren Transport grüner gestalten, haben wir alle Platz auf dieser Welt.


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