Walking the Talk
Walking the Talk hat das Ziel, feministische Außen- und Entwicklungspolitik und die Gleichstellung der Geschlechter in Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und der Europäischen Union zu verankern.
Um das zu erreichen, setzt sich die DSW für eine Erhöhung der Gelder für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) in diesem Bereich ein. In enger Zusammenarbeit mit Jugendaktivist*innen machen wir uns für eine inklusive, menschenrechtsbasierte Außenpolitik stark, die die Gleichstellung der Geschlechter sowie die sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) im Globalen Süden in den Mittelpunkt stellt. Mit Walking the Talk stärkt die DSW die Stimmen junger Menschen – insbesondere junger Frauen und Mädchen – und setzt sich für die Unterstützung feministischer und von Jugendlichen geführter Organisationen ein, die in ihren Gemeinschaften Veränderungen bewirken.

Warum brauchen wir eine feministische Außen- und Entwicklungspolitik?
Die Welt ist weit davon entfernt, das UN-Nachhaltigkeitsziel der Geschlechtergerechtigkeit bis 2030 zu erreichen. Weltweit ist ein zunehmender Backlash gegen SRGR zu beobachten, begleitet von wachsender sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt sowie einer Aushöhlung der Rechte von LGBTQI+-Personen. In der Folge der COVID-19-Pandemie sind vor allem Frauen im Globalen Süden überproportional von Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Unsicherheit betroffen. Zugleich trifft die sich verschärfende Klimakrise Frauen und Mädchen besonders hart.
Als Teil des Walking the Talk-Konsortiums verfolgt DSW die Vision einer Welt, in der Frauen, Mädchen und LGBTQI+-Personen zentrale Rollen in politischen Entscheidungsprozessen einnehmen und Außenpolitik aktiv dazu beiträgt, strukturelle Ungleichheiten abzubauen. Bisher werden ihre Perspektiven jedoch häufig ignoriert, wenn es um außenpolitische Fragen zur Sicherheit, Globalen Gesundheit, Klimawandel oder Handel geht.
Gerade in einer Zeit, in der konservative Bewegungen die Fortschritte in der Gleichstellung der Geschlechter und im Bereich der SRGR zunehmend untergraben, ist es wichtiger denn je, Regierungen an die Umsetzung ihrer feministischen Versprechen zu erinnern. In der feministischen Außen- und Entwicklungspolitik darf es nicht bei Worten bleiben – es braucht konkretes Handeln. Dazu gehört verlässliche, langfristige und niedrigschwellig zugängliche Finanzierung für feministische und jugendgeführte Organisationen im Globalen Süden, insbesondere für solche, die sich für SRGR und Geschlechtergerechtigkeit einsetzen.
Unsere Ziele bis 2026
Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen verfolgt die DSW folgende Ziele:
Die Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit von Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und der Europäischen Union sollten die Prioritäten und Expertise feministischer Akteur*innen aus dem Globalen Süden und Norden widerspiegeln.
Es braucht mehr und bessere Finanzierung für Gleichstellung und Frauenrechte – sei es durch ODA oder andere Finanzierungsinstrumente – in den genannten Ländern und auf EU-Ebene.
Die Zugänglichkeit von Fördermitteln aus Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und der EU für feministische Organisationen im Globalen Süden muss verbessert werden.
Unser Ansatz
Walking the Talk wird von einem internationalen Konsortium getragen, zu dem Restless Development (UK), Hivos (Niederlande), Equipop (Frankreich) und DSW (Deutschland) gehören. Auf EU-Ebene wird das Programm von ODI Europe unterstützt. Finanziert wird das Programm von der Gates Foundation. Insgesamt läuft es von August 2023 bis Juli 2026, mit einem Budget von 7 Millionen US-Dollar.
Die DSW bringt in das Konsortium ihre langjährige Expertise in der politischen Arbeit zu SRGR, Jugendbeteiligung und Entwicklungspolitik ein, insbesondere im deutschen und europäischen Kontext. Gemeinsam mit jungen Aktivist*innen vor Ort setzen wir uns für eine feministische und inklusive Außen- und Entwicklungspolitik ein, die die Rechte und Gesundheit von Frauen, Mädchen und jungen Menschen im Globalen Süden in den Fokus rückt.
Unser Ansatz basiert auf gemeinsamer Gestaltung zwischen dem Globalen Süden und Norden: Die Agenda wird von Menschen aus dem Globalen Süden mitgestaltet, basierend auf ihren Erfahrungen und ihrer Führung. Wir verfolgen einen intersektionalen, antirassistischen Ansatz, der sexuelle und geschlechtliche Vielfalt anerkennt und binäre Geschlechternormen hinterfragt.
Wir schaffen inklusive Räume, in denen sich Feminist*innen aus dem Globalen Süden und Norden vernetzen und gemeinsam Strategien entwickeln können, um politische Entscheidungsträger*innen in Europa wirkungsvoll zu beeinflussen.
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