Bevölkerungsentwicklung: Gruppe von Menschen in Afrika; aus der Vogelperspektive fotografiert

Weltbevölkerungstag 2017: Frauen bringen im weltweiten Durchschnitt 2,5 Kinder zur Welt

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DSW: „Frauen in Afrika südlich der Sahara bekommen mehr Kinder, als sie möchten“

Hannover, 10. Juli 2017. Die weltweite durchschnittliche Kinderzahl pro Frau sinkt. Während eine Frau zwischen 1990 und 1995 im Durchschnitt noch drei Kinder zur Welt brachte, sind es heute nur noch 2,5. Trotzdem wächst die Weltbevölkerung jede Minute um 157 Menschen. Zu den derzeit rund 7,55 Milliarden Menschen kommen also jedes Jahr mehr als 80 Millionen hinzu. Wenn heute alle Paare frei entscheiden könnten, ob, wann und wie viele Kinder sie bekommen, würden mehr als 20 Millionen ungewollte Geburten vermieden und somit das jährliche Bevölkerungswachstum um ein Viertel verringert. Das gibt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Weltbevölkerungstages am 11. Juli bekannt.

Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara verdoppelt sich bis 2050

„Es ist bedauerlich, dass vor allem Frauen in Afrika südlich der Sahara, wo die Bevölkerung besonders stark wächst, mehr Kinder bekommen, als sie möchten“, sagt DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. „Nur jede zweite Frau dort, die eine Schwangerschaft verhüten möchte, kann das auch. Diese Frauen brauchen verbesserte Angebote zu Aufklärung und Familienplanung. Außerdem muss ihre gesellschaftliche Stellung gestärkt und ihre Gesundheitsversorgung deutlich verbessert werden. Nur so können wir dem Ziel nahe kommen, dass alle Kinder gewollt sind.“

Auch wenn die durchschnittliche Kinderzahl in Afrika südlich der Sahara in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist, bleibt sie mit aktuell fünf Kindern pro Frau im weltweiten Vergleich sehr hoch. Das führt dazu, dass sich die dortige Bevölkerung bis zum Jahr 2050 von heute rund einer Milliarden Menschen auf voraussichtlich 2,2 Milliarden Menschen mehr als verdoppeln wird – mit einem hohen Anteil junger Menschen.

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