Fußball – mehr als nur ein Sport

Es gibt wohl nur wenige Bereiche die so globalisiert sind wie der Fußball. In der Bundesliga kommt die Hälfte aller Spieler nicht aus Deutschland. Spieler aus insgesamt 60 Ländern spielen in der höchsten deutschen Spielklasse. Und diese Spieler sind häufig auch die größten Botschafter ihres Landes. Denn mal ehrlich, was wissen die meisten von uns schon über Gabun? Die Kenner verweisen vielleicht auf den Ölreichtum des Landes. Doch wer sich auch nur ein bisschen für Fußball interessiert weiß: Aus Gabun kommt Afrikas Fußballer des Jahres, Pierre-Emerick Aubameyang – unter Vertrag beim deutschen Spitzenteam von Borussia Dortmund. Und so entwickeln viele von uns auch ein entferntes Interesse für dieses Land.

Die Engländer spielen – und die ganze Welt schaut zu

Mittlerweile ist auch das Fußballschauen in Afrika und Asien nicht weniger beliebt als bei uns. Vor allem wenn es um eine Sache geht: Die englische Premier League. Geht mal am Wochenende in eine Bar in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, wenn gerade Arsenal London gegen Manchester United spielt. Viel Spaß bei der Platzsuche.

Die örtlichen Liegen spielen eher eine untergeordnete Rolle. Die Stadien sind meist halbleer, dafür wird viel gesungen und getanzt. Die Atmosphäre ist im Allgemeinen entspannter als in europäischen Stadien, kann sich bei Derbys aber auch aufheizen. Das Hauptinteresse liegt aber auf Europa.

Und ein Tipp: Wenn ihr euch irgendwo auf der Welt befindet und ihr habt keine Ahnung von Fußball, dann holt euch mal für ein oder zwei Stunden einen Crashkurs Fußball in Deutschland und England. Da solltet ihr sicher jemanden aus eurem Bekanntenkreis kennen, der hier aushilft. Denn Fußball ist fast überall auf der Welt ein wunderbarer Türöffner für jedes Gespräch.

Fußbälle aus Plastiktüten und Bananenblättern

Ohne Übertreibung lässt sich sagen, dass Fußball für viele die größte Freizeitbeschäftigung überhaupt ist. In den größeren Städten sieht man Jungs (und vereinzelt auch Mädchen) mit einem normalen Ball, in dörflichen Regionen auch viele Kinder und Jugendliche, die mit selbstgebastelten Bällen aus Plastiktüten oder Bananenblättern kicken. Gespielt wird dabei häufig gar nicht auf Tore, denn diese haben meistens kein Netz und der Ball muss nach einem Treffer meistens gesucht werden.

Kinder in Afrika mit ihren Fußbällen aus Bananenblättern

Kinder mit ihren Fußbällen aus Bananenblättern. Quelle: FSMC

Deshalb wird häufig auf einem großen Platz nur auf zwei gegenüberliegende, kleine Steine gespielt. Dabei wird dann viel gedribbelt, häufig gepasst und logischerweise fast nie geschossen. Die Entwicklung dieses Stils erklärt dann auch die häufige Torlosigkeit in den afrikanischen Ligen. Ein 4:3 gibt es hier nur selten, ein 1:0 dagegen sehr häufig.

Ohne Übertreibung lässt sich sagen, dass Fußball für viele die größte Freizeitbeschäftigung überhaupt ist. In den größeren Städten sieht man Jungs (und vereinzelt auch Mädchen) mit einem normalen Ball, in dörflichen Regionen auch viele Kinder und Jugendliche, die mit selbstgebastelten Bällen aus Plastiktüten oder Bananenblättern kicken. Gespielt wird dabei häufig gar nicht auf Tore, denn diese haben meistens kein Netz und der Ball muss nach einem Treffer meistens gesucht werden.

Fußball ist nicht nur Ballgeschiebe, sondern bringt auch Zukunftsperspektiven

Fußball kann viele Werte vermitteln, die für viele Jugendliche sinnvoll sind. Teamgeist, Wille, Lernbereitschaft und natürlich auch den positiven Einfluss auf die Gesundheit. Doch gerade in vielen Entwicklungsländern ist es noch so viel mehr. Es gibt viele Initiativen, die Fußball auch mit Bildung verbinden. Jugendgruppen der DSW versuchen mit Fußballturnieren nicht nur Spaß und Freude in die vernachlässigten Wohngebiete zu bringen, sondern klären zeitgleich auch andere Jugendliche über Sexualität auf. Wie das funktioniert, seht ihr hier:

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Der Fußballgenerator

Der Socckett ist auf den ersten Blick ein ganz normaler Fußball. Doch in ihm ist keine Luftblase, sondern ein kleines Minikraftwerk. Der Socckett ist ein Ball, der über Bewegung Strom erzeugt. Oder einfacher ausgedrückt: Wenn Kinder und Jugendliche mit dem Ball spielen, setzt sich das Kraftwerk im Ball in Gang und lädt die eingebaute Batterie auf. Wenn es dunkel wird, kann nun einfach eine Lampe an den Ball angesteckt werden und bringt so ein wenig Licht, dass definitiv ausreicht, um noch ein schönes Buch zu lesen oder die Hausaufgaben zu machen. Die Gründerin Jessica O. Matthews wollte Sport und Bewegung zusammenbringen. Denn vielen Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität und damit nach Sonnenuntergang schlichtweg keine Möglichkeiten mehr zum Lesen oder Lernen.

Wie es zu der Idee kam und wie das mit dem Licht aus dem Fußball genau funktioniert, erklärt Mitgründerin von Soccker, Julia Silverman, im Video:

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So dreht sich die Sichtweise völlig. Nicht das Fußballspielen ist die Belohnung für die gemachten Hausaufgaben, sondern die Hausaufgaben Belohnung für das Fußballspielen.