Äthiopien

Das erste Länderbüro der DSW

DSW Äthiopien, das erste Länderbüro der DSW in Ostafrika, wurde im Jahr 2000 gegründet und im darauffolgenden Jahr offiziell registriert. Die Arbeit entwickelte sich von der Unterstützung jugendorientierter lokaler Organisationen durch Fördermittel hin zur direkten Umsetzung landesweiter Programme. Während sexuelle und reproduktive Gesundheit (SRG) weiterhin im Mittelpunkt steht, hat die DSW Äthiopien ihre Tätigkeitsbereiche auf Lebensbedingungen, Ernährung, Bevölkerung–Gesundheit–Umwelt (PHE), Interessenvertretung und Friedensförderung ausgeweitet. Zu den am längsten laufenden Initiativen gehört das Fight-Fistula-Projekt, das Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Reintegration durch gendersensible Ansätze unterstützt.

Im Laufe der Zeit hat die DSW Äthiopien ihre geografische Reichweite sowie die Zielgruppen erweitert. Die Programme richten sich an Jugendliche in Schulen und außerhalb des Schulsystems, an junge Menschen am Arbeitsplatz sowie an Teilnehmende in Empowerment-Zentren. Verheiratete jugendliche Mädchen erhalten Unterstützung dabei, erste Schwangerschaften mithilfe langfristiger Familienplanungsmethoden hinauszuzögern, kombiniert mit Angeboten zur wirtschaftlichen Förderung. Eine zentrale Innovation – das Youth-to-Youth-(Y2Y)-Modell – hat Fähigkeiten, Selbstvertrauen und gesellschaftliches Engagement junger Menschen im ganzen Land gestärkt.

Viele jugendgeführte und jugendorientierte Organisationen haben das Y2Y-Modell als Rahmenkonzept zur Stärkung junger Menschen übernommen. Der Ansatz inspirierte zur Gründung von mehr als zwei Dutzend lokal entstandenen NGOs und wurde zusätzlich durch die Einrichtung des ersten NGO-geführten Ausbildungszentrums für Jugendentwicklung im Jahr 2004 durch die DSW Äthiopien gestärkt. Das Zentrum dient heute als Plattform für Forschung, Wissensvermittlung und Kapazitätsaufbau.

Das vom äthiopischen Gesundheitsministerium anerkannte Manual zu sexueller und reproduktiver Gesundheit von Jugendlichen und jungen Menschen (AYSRH) der DSW Äthiopien wird von Jugendorganisationen, SRG-orientierten NGOs und öffentlichen Institutionen breit genutzt. Mit dem Wachstum des Projektportfolios nahm auch die fachliche Vielfalt und Kapazität der Organisation zu.

Durch die Integration zusätzlicher Themenbereiche konnte die DSW Äthiopien ihre Arbeit auf die Bereitstellung von Gesundheitsdiensten ausweiten, darunter die Einrichtung von acht modellhaften jugendfreundlichen Kliniken. Die Organisation arbeitet außerdem mit 22 Jugendförderzentren und nahezu 150 Jugendgruppen zusammen. Jugend-Friedensbotschafter*innen fördern Frieden und sozialen Zusammenhalt, während Female Coffee for Peace Groups daran arbeiten, sexuelle und geschlechtsbasierte Gewalt (SGBV) zu verhindern und die Gleichstellung der Geschlechter voranzubringen. Die DSW Äthiopien ist inzwischen in sieben Regionen tätig und passt ihre Strukturen kontinuierlich an neue Anforderungen an.

Da sich der Sektor zunehmend in Richtung konsortialbasierter Umsetzung entwickelt, hat die DSW Äthiopien ihren kooperativen Ansatz weiter gestärkt und Partnerschaften mit der Karl Kübel Stiftung (KKS), Marie Stopes International (MSI Ethiopia), dem Population–Health–Environment Consortium Ethiopia sowie SOS Kinderdörfern aufgebaut. Diese Kooperationen erweitern die Reichweite der Programme, vertiefen fachliche Expertise und unterstützen stärker integrierte sowie nachhaltige Ergebnisse.

Feyera Assefa Abdissa
Direktor Länderbüro Äthiopien

Feyera Assefa Abdissa

Direktor Länderbüro Äthiopien

Telefon: +251 116457803
E-Mail: dsw-ethiopiaat@ethionet.et

Meskerem Kassa Endalkachew

Admin and Finance Department Manager   

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