Warum die Jugend in Afrika südlich der Sahara so dringend Zugang zu Verhütungsmitteln und Sexualaufklärung benötigt
Sexuelle und Reproduktive Rechte sind ein Teil individueller Würde, Freiheit und Selbstbestimmung, die jedem Mensch zustehen. Umfassende Sexualaufklärung, Zugang zur Sekundarbildung und Geschlechtergerechtigkeit bilden den Schlüssel zu mehr reproduktiver Selbstbestimmung. Die Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara wird sich laut Prognosen der Vereinten Nationen bis 2050 von 1,4 Milliarden auf 2,5 Milliarden Menschen fast verdoppeln. Schon heute ist vielerorts ein Drittel der Einwohner*innen zwischen zehn und 24 Jahre alt. Die Zukunft der Region hängt von der Fähigkeit dieser jungen Menschen ab, Armut, Konflikte und Hunger zu überwinden. Länder wie Bangladesch haben bewiesen, dass Wirtschaftswachstum möglich ist, wenn Jugendliche Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und fairen Arbeitsmöglichkeiten erhalten. Staatliche Investitionen in diese Bereiche können die sozioökonomische Entwicklung beschleunigen und gleichzeitig eine nachhaltige, rechtebasierte Bevölkerungsentwicklung sicherstellen. Zu den Voraussetzungen gehört, dass Jugendliche altersgerechten Zugang zu Sexualaufklärung und Verhütung erhalten, um unbeabsichtigte Schwangerschaften und die damit verbundenen Risiken vermeiden zu können.