PROJEKTE DER DEUTSCHEN STIFTUNG WELTBEVÖLKERUNG (DSW)

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist DIE deutsche Organisation, die sich im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit für das Recht auf Familienplanung einsetzt. Auf politischer Ebene und im Rahmen unserer Projekte tragen wir so zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung bei. Anhand einer Auswahl an Projekten geben wir Ihnen hier einen Einblick in unsere Projektarbeit in den ostafrikanischen Ländern Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda. Diese Seite wird laufend aktualisiert.

Derzeit verfolgen wir allerdings mit großer Sorge die täglich steigenden COVID-19-Infektionsraten. Wir stehen daher mit all unseren Mitarbeiter*innen und Partnern vor Ort in engem Kontakt, um die Beeinträchtigungen unserer Arbeit abzufedern. Es ist uns sehr wichtig, dass die Verbindung mit den Jugendlichen, ländlichen Gemeinden und Netzwerken, die uns am meisten brauchen, in den nächsten Wochen nicht abbricht.

Projektübersicht

Gegen Scheidenfisteln in Äthiopien

Aufklärung an Schulen in Kenia

Gegen weibliche Genitalverstümmelung in Tansania

Mobile Aufklärung in Uganda – Youth Truck

Aufklärung in Jugendklubs – Youth Empowerment in Tansania

Aufklärung in Jugendklubs – Youth Empowerment in Äthiopien

Perspektiven für Jugendliche – TeamUp in Uganda

Gesundheit für Jugendliche in Laikipia – Kenia

Stärkung von Jugendorganisationen in Ostafrika

Stärkung der Frauenrechte in Kenia – Her Right!

Unsere Projekte

Gegen Scheidenfisteln in Äthiopien

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Äthiopien

Fight Fistula – Strengthening Access to Obstetric Fistula Prevention and Treatment

Gefördert durch: Else Kröner Fresenius Stiftung, Private Spenden

Status: Dringend Spenden benötigt!

Jedes Jahr erleiden etwa 9.000 Frauen in Äthiopien eine Scheidenfistel, auch Geburtsfistel genannt. Vor allem junge Frauen ziehen sich während des Geburtsvorgangs diese Verletzung zu, werden dadurch inkontinent und langfristig geschädigt. Im Rahmen des Projektes „Fight Fistula“ engagiert sich die DSW seit vielen Jahren für die Prävention und Behandlung von Scheidenfisteln in Äthiopien.

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Schätzungen zufolge leben weltweit bis zu 3,5 Millionen Frauen mit Scheidenfisteln. Da sie in der Folge ihre Ausscheidungen nicht kontrollieren können, entwickeln die betroffenen Frauen einen sehr starken Geruch. Das führt dazu, dass sie als „unrein“ empfunden und aus der Gesellschaft verstoßen werden. Dazu kommt, dass unzureichende hygienische Verhältnisse oft zu Entzündungen und Wundinfektionen beitragen. Kaum eine der Frauen weiß, dass sie an einer Fistel leidet und diese in 90 Prozent der Fälle operativ behandelt und geheilt werden kann. Die DSW macht die verstoßenen jungen Frauen und Mädchen ausfindig, informiert und berät sie, wie ihnen durch eine Operation geholfen werden kann. Selbstverständlich begleiten DSW-Mitarbeiter*innen diese Frauen zu allen notwendigen ärztlichen Untersuchungen und kommen für sämtliche Transportkosten auf. Seit 2006 arbeitet die DSW mit den Fistula Hospitals in Addis Abeba und Bahir Dar eng zusammen. Dort werden jedes Jahr 1.200 Frauen, die an einer Scheidenfistel leiden, operiert und von ihren Leiden befreit.

Schlüsselaktivitäten

  • Sensibilisierung und Information von Mädchen für Mädchen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit (SRG) in Mädchenclubs mit einem Fokus auf Konsequenzen von Frühschwangerschaften – wie zum Beispiel Scheidenfisteln
  • Sensibilisierung von Distriktverwaltung, Gemeinden, Ältestenrat und Eltern sowie Gesundheitspersonal
  • Empfehlung und Vermittlung von SRG-Dienstleistungen und Fistelbehandlung in Bahir Dar
  • Trainings zu Unternehmensgründung/-führung und Unterstützung einkommensschaffender Aktivitäten für Mädchen-Clubs und Betroffene von Scheidenfisteln

Aufklärung an Schulen in Kenia

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Kenia

Holistische Aktion für junge Menschen in der Phase der Adoleszenz (HAPA)

Gefördert durch: Gefördert durch: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)Private Spenden

Status: Dringend Spenden benötigt!

In Kenia sind über 40 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahre alt. Die älteren unter ihnen befinden sich in einer bedeutenden Umbruchphase: der Pubertät. Der Körper verändert sich, die Menstruation setzt ein, Fragen zur Sexualität kommen auf und viele machen erste sexuelle Erfahrungen – oftmals nicht freiwillig, denn sexueller Missbrauch ist weit verbreitet. Ihre Bedürfnisse finden im Umfeld häufig keine Beachtung. Ungewollte Schwangerschaften und hohe HIV-Infektionsraten sind die Folgen. Mit unserem Projekt erreichen wir zehn- bis 14-jährige Schüler*innen in Grundschulen mit altersgerechten Informationen zu Sexualität und Verhütung und stärken ihre Rechte.

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Selbst über den eigenen Körper bestimmen und entscheiden zu können, ob, wann, mit wem und wie viele Kinder man später bekommen möchte stellt die Weichen für eine selbstbestimmte Zukunftsplanung. Wir unterstützen 7.000 zehn- bis 14-jährige Mädchen und Jungen in der Küstenregion Kilifi sowie in der ländlichen Region West Pokot in Kenia dabei, fundiertes Wissen zu erlernen sowie entsprechende Gesundheitsdienste wahrnehmen zu können und ermöglichen ihnen damit den ersten Schritt in eine selbstbestimmte Zukunft. Die Vermittlung von Wissen findet vor allem in Schulklubs statt, in denen geschulte Jugendliche ihr Wissen an Gleichaltrige weitergeben. Damit die Heranwachsenden ihre Potenziale entfalten können, beziehen wir neben dem Schul- auch das Gemeindeumfeld mit ein. Unter anderem werden dabei durch die Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden Kinderrechte und die Nachverfolgung von Straftaten an Kindern und Jugendlichen gestärkt.

Schlüsselaktivitäten

  • Gründung von 14 Klubs mit jeweils etwa 25 Mitgliedern in Grundschulen
  • Schulungen für Grundschüler*innen (zehn bis -14 Jahre) zu Jugendberater*innen
  • Schulung von Lehrpersonal und Eltern
  • Altersgerechte Wissensvermittlung an tausende Schüler*innen durch Jugendberater*innen, Klubmitglieder, Lehrer- und Jugendmentor*innen im Rahmen von Gruppentreffen, Mädchenforen und verschiedenen Schulaktionen
  • Dialoge mit Gemeindemitgliedern, Gesundheitspersonal und Entscheidungsträger*innen, um sie über die Rechte von Heranwachsenden zu informieren und für ihre Belange zu sensibilisieren
  • Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden zur Stärkung von Kinderrechten und ihrer Nachverfolgung
  • Aufbau von Austauschforen für junge Heranwachsende, in denen Anliegen und Wünsche an politische Autoritäten formuliert werden
  • Stärkung der jungen Heranwachsenden bei der Teilnahme an politischen Entscheidungsprozessen

Gegen weibliche Genitalverstümmelung in Tansania

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Tansania

Project to educate against female genital mutilation

Gefördert durch: Private Spenden

Status: Dringend Spenden benötigt!

In Tansania werden rund 15 Prozent der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren Opfer von Genitalverstümmelung. In den ländlichen Regionen sind die Zahlen oft höher, obwohl die Praktik seit 1998 verboten ist. In einer traumatischen Prozedur werden die weiblichen Geschlechtsorgane, wie die Klitoris oder Schamlippen, ganz oder teilweise entfernt. An den körperlichen und psychischen Folgen leiden Frauen ihr ganzes Leben. Die DSW setzt sich mit diesem Projekt für ein Ende der weiblichen Genitalverstümmelung ein.  

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Bevor sie „zur Frau werden“, werden vielen Mädchen in Tansania mit Rasierklingen, Scheren oder Glasscherben ihre äußeren Geschlechtsorgane ganz oder teilweise entfernt. Oft kommt es schon während der Prozedur zu Komplikationen und schweren Blutungen, die tödlich sein können. Überleben Mädchen den Eingriff, leiden sie ihr Leben lang an den psychischen und körperlichen Folgen.   

Im Zentrum unseres Projekts steht die Stärkung von weiblichen Jugendlichen, die Opfer von Genitalverstümmelung wurden oder einem hohen Risiko ausgesetzt sind, zu Opfern zu werden. Das Projektziel ist, diese schädliche Praktik zu beenden und Mädchen im Alter von 14 bis 24 Jahren in ihren Grundrechten zu stärken. Für die Abschaffung von Genitalverstümmlung ist ein mehrdimensionaler, gesellschaftlicher Ansatz entscheidend. Deshalb bezieht das Projekt nicht nur weibliche Jugendliche und Frauen, sondern vielmehr auch ihr gesellschaftliches Umfeld, wie Eltern, religiöse und politische Führer*innen und lokale Medien mit ein.

Schlüsselaktivitäten

  • Training von jungen Frauen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit sowie Lebenskompetenzen
  • Erstellen und Begleiten von Selbsthilfegruppen für Betroffene/potentielle Betroffene von Genitalverstümmelung
  • Austausch mit lokalen Behörden und Förderung der Beteiligung von Jugendlichen in lokalen und nationalen Foren
  • Training und Austausch für weibliche Jugendliche zu einkommenschaffenden Maßnahmen und Geschäftskompetenzen
  • Erhöhte Effektivität bestehender nationaler Rechtsstrukturen zum Schutz und der Unterstützung von Betroffenen/potentiellen Betroffenen von Genitalverstümmelung
  • Sensibilisierungsveranstaltungen in den Gemeinden
  • Training von lokalen Medien zu geschlechterspezifischer Gewalt und Genitalverstümmlung und den begleitenden rechtlichen Rahmen
  • Erhöhtes Medienengagement durch Fernseh-, Radiosendungen und Medienkampagnen zum Thema Genitalverstümmlung
  • Verbreitung von Infomaterialien und Gemeindeveranstaltungen

Mobile Aufklärung in Uganda – Youth Truck

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Uganda

Youth Truck

Gefördert durch: Wertgarantie AG, private Spenden

Status: Dringend Spenden benötigt!

Besonders in ländlichen Regionen Ugandas ist das Wissen über sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) unter jungen Menschen nur wenig verbreitet. Viele Mädchen werden früh schwanger und sexuell übertragbare Krankheiten breiten sich schnell aus. Unser Youth Truck bringt Gesundheitsdienstleistungen sowie Wissen über Sexualität und Verhütungsmittel in entlegene Regionen, um die zu erreichen, die dies am dringendsten benötigen: Jugendliche!

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Mit der oft schlechten Infrastruktur in ländlichen Regionen Ugandas geht vielerorts eine unzureichende medizinische Versorgung einher. Außerdem fehlt in der Bevölkerung, die zur Hälfte unter 15 Jahre alt ist, das Wissen zu Familienplanung und sexuellen und reproduktiven Rechten. Das Youth Truck Team setzt bei seinen Besuchen in den entlegenen Regionen auf unterhaltsames Lernen (Edutainment): Mit Spielen und Sport gelingt es den Mitarbeiter*innen das Wissen zu diesen wichtigen Themen bei den jungen Menschen zu platzieren. Dabei stößt das Team Diskussionen über sexualisierte Gewalt und Konfliktbewältigung an. Die Mitarbeiter*innen des Trucks vermitteln den Jugendlichen auch allgemeine Lebenskompetenzen und unterstützen das lokale Gesundheitsamt dabei, HIV-Tests, Impfungen und weitere Gesundheitsdienste durchzuführen. Die Wertgarantie AG hat die Anschaffung eines neuen Youth Trucks finanziell ermöglicht und unterstützt die Dienste seither mit einer jährlichen Spende. 

Schlüsselaktivitäten

  • Versorgung von abgelegenen Gemeinden mit Gesundheitsdiensten und Wissen über sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR)
  • Unterstützung des lokalen Gesundheitssystems bei der ärztlichen Versorgung von abgelegenen Gemeinden

Aufklärung in Jugendklubs – Youth Empowerment in Tansania

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Tansania

Supporting Youth Initiative for Youth Empowerment Tanzania (SIYET)

Gefördert durch: MUT-Stiftung, Leopold Bachmann Stiftung und weitere private Stiftungen und Spender*innen

Status: Voll finanziert

Viele junge Menschen in Tansania wollen sich engagieren, sich bilden und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Das ist ihnen nicht immer möglich. Frühe ungewollte Schwangerschaften, wenig Informationen über sexuell übertragbare Krankheiten sowie unzureichendes Wissen über ihre wirtschaftlichen Möglichkeiten stehen ihnen leider oft im Weg. Mit Jugendklubs vor Ort stärken wir die Jugend, klären auf, bilden und vernetzen sie untereinander.

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In Tansania sind Sexualität und Verhütung oft mit Scham behaftet. Vielen Jugendlichen fehlt eine Bezugsperson, die ihre Fragen offen, altersgerecht und unvoreingenommen beantwortet. Vertrauensvolle Kommunikation findet vor allem innerhalb der eigenen Altersgruppe statt. Darauf setzt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) bei ihrer Projektarbeit im Nordwesten Tansanias. Im gut ausgebauten Jugendklub-Netzwerk der DSW bekommen Jugendliche eine altersgerechte sexuelle Aufklärung und Beratung. Jugendliche erhalten dort außerdem die Möglichkeit, sich zu Berater*innen, ausbilden zu lassen, um selbst wiederum andere Jugendliche aufzuklären. So wird das Wissen rund um Sexualität und Verhütung auch außerhalb der Klubs weitergetragen. In den Jugendklubs können Jugendliche außerdem, wirtschaftliches Basiswissen erlernen und damit ihre Schulbildung ergänzen.

Schlüsselaktivitäten

  • Schulung von 33 jugendlichen Berater*innen 
  • Wissensweitergabe von Informationen zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit an Jugendliche durch geschulte Jugendberater*innen
  • Unterstützung von Gesundheitszentren bei der Einführung von jugendfreundlichen Gesundheitsdiensten
  • Aufbau eines Überweisungssystems zwischen den Jugendförderzentren und den lokalen Gesundheitszentren 
  • Organisation von 16 Aufklärungsveranstaltungen für mindestens 2.400 Jugendliche und Gemeindemitglieder
  • Durchführung von Trainings im Bereich Berufsausbildung und innovativer Unternehmensführung in den Jugendclubs u.a. zur Förderung durch lokale öffentliche Gelder 
  • Förderung der Teilnahme von Jugendklubmitgliedern an lokalen Wirtschaftsforen und Schulungen zum Thema „Führung und Management“
  • Förderung des Anteils von weiblichen Jugendberaterinnen, auch in Führungspositionen

Aufklärung in Jugendklubs – Youth Empowerment in Äthiopien

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Äthiopien

Voice for Choice: Improving Young Peoples SRHR in Ethiopia

Gefördert durch: Rossmann GmbH

Status: Voll finanziert

Sexualität ist ein Tabuthema in Äthiopien. Mangelnde Aufklärung, frühe Verheiratung von Mädchen, ungewollte Schwangerschaften und frühe Mutterschaft, unsichere Abtreibungen sowie die Ansteckung mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten prägen deshalb die ersten sexuellen Erfahrungen von Jugendlichen. Hier setzen wir an, klären junge Menschen auf, stärken sie in ihren Rechten und ermöglichen ihnen medizinische Behandlungen.

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In Äthiopien haben junge Menschen kaum Zugang zu Informationen rund um die Themen Sexualität und sexuelle und reproduktive Gesundheit (SRG). In erster Linie informieren sie sich gegenseitig. Dabei kursieren auch viele Mythen und Missverständnisse, die ungewollte Schwangerschaften und die Übertragung von sexuell übertragbaren Krankheiten fördern.

Im Rahmen des Projekts „Voice for Choice“ greift die DSW diese Problematik im Kern auf. In Jugendförderzentren und Jugendklubs geben junge Menschen ihr Wissen an Gleichaltrige weiter und regen einen fundierten Austausch über Sexualität, Pubertät, Verhütung, HIV und Aids sowie Geschlechterfragen an. Das Projekt erreicht etwa 40.000 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren in den äthiopischen Regionen Amhara, Oromia, SNNP and Addis Abeba. 

Schlüsselaktivitäten

  • Ausbildung von 72 Trainer*innen für die Ausbildung von 360 Jugendberater*innen
  •  Aufklärung in Jugendklubs, in Schulen und dem Gemeindeumfeld
  • Schulung von 46 Lehrerinnen in 23 Schulen als Mentorinnen für Klubaktivitäten
  • Stärkung eines Überweisungssystems zu Gesundheitsdiensten und Beratungsangeboten
  • Produktion von über 110.000 Aufklärungsmaterialien und Audio-Nachrichten
  • Unterstützung von neun “jugendfreundlichen Bereichen” in Gesundheitsstationen und Schulung von 36 Gesundheitsmitarbeiter*innen im Angebot jugendfreundlicher Gesundheitsdienste
  • Schulung von 20 Youth Champions, die andere Jugendliche in den Bereichen Kommunikation und Interessenvertretung und Förderung ihrer Teilnahme an nationalen Jugendplattformen, ausbilden
  • Schulung und Unterstützung von Jugendlichen bei der Gründung von Kleinstunternehmen

Perspektiven für Jugendliche – TeamUp in Uganda

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Uganda

TeamUp: Creating Opportunities for Young People in Rural Uganda

Gefördert durch: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Siemens Stiftung, Hanns R. Neumann Stiftung, Rossmann Beteiligungs GmbH, Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

Status: Voll finanziert

Die Hälfte der Bevölkerung Ugandas ist jünger als 15 Jahre. Rund 80 Prozent aller Jugendlichen des ostafrikanischen Staates sind arbeitslos, es fehlt an Zukunftsperspektiven. Das Programm unterstützt junge Menschen in Uganda dabei, ihre Lebenssituation zu verbessern, sich aus der Armut zu befreien und sich so Schritt für Schritt eine selbstbestimmte Zukunft aufzubauen.

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TeamUp ist ein Programm, bei dem die DSW Hand in Hand mit zwei weiteren deutschen Stiftungen Jugendlichen aus dem Distrikt Mitanya in Zentraluganda neue Perspektiven aufzeigen. Jede beteiligte Organisation und ihr lokaler Partner bringen sich mit ihrer jeweiligen Kernkompetenz ein: Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) mit Themen rund um sexuelle und reproduktive Gesundheit, die Siemens Stiftung mit Hygienemaßnahmen und der Errichtung von Sanitäranlagen sowie die Hanns R. Neumann Stiftung mit Ausbildungsmaßnahmen in den Bereichen Landwirtschaft und Betriebswirtschaft. TeamUp antwortet so mit einem ganzheitlichen Konzept auf die Bedürfnisse der Jugend. Das Ziel ist, Jugendliche mit einem regelmäßigen Einkommen, Zugang zu sauberem Trinkwasser und Möglichkeiten der Familienplanung zu stärken. 50.000 junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren leben in Mitanya und bekommen die Chance, ihre Lebensumstände langfristig zu verbessern.

Schlüsselaktivitäten

  • Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit (SRG), zum Beispiel über Zugang zu Familienplanungsdiensten
  • Zugang zu sauberem Trinkwasser, Sanitäranlagen und Hygiene (WASH) über den Auf- und Ausbau von zuverlässigen Wasserquellen und verbesserten sanitären Einrichtungen
  • Verbesserung des Einkommens und der wirtschaftlichen Situation der Jugendlichen und ihrer Familien durch Schulungen in der Agrarwirtschaft, in Betriebswirtschaft sowie dem Zugang zu Finanzen und Ressourcen
  • Stärkung des politischen Bewusstseins von Jugendlichen, um sie zu ermutigen, sich an politischen Prozessen zu beteiligen und sich für ihre Bedürfnisse einzusetzen

Gesundheit für Jugendliche in Laikipia – Kenia

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Kenia

Laikipia Youth Empowerment

Gefördert durch: Bauder Stiftung, Becker Cordes Stiftung, Stiftung Apfelbaum, Stiftungsfonds Lebenschancen

Status: Voll finanziert

Kenia ist jung – Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren machen ein Viertel der Bevölkerung aus. Der Start ins Erwachsenenleben ist für diese jungen Menschen oft schwer: Frühe und ungewollte Schwangerschaften, sexuell übertragbare Krankheiten, Gewalt und Jugendarbeitslosigkeit – all diese Dinge sind Teil des  Alltags von Kenias Jugend. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, haben wir im April 2019 die Türen des Laikipia Jugendförderzentrums in Nanyuki geöffnet.

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Informationen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit (SRG) sind in Kenia oft nur schwer zugänglich. Genau deshalb stellt das Jugendförderzentrum wichtige Angebote für Jugendliche und ihre Gemeinden bereit: Hier können sich junge Menschen auf Augenhöhe mit Gleichaltrigen zu Themen rund um selbstbestimmte Sexualität und allen damit verbundenen gesundheitlichen Aspekten austauschen. Außerdem bietet ihnen das Zentrum jugendfreundliche Gesundheitsdienstleistungen, sodass sie sich bei Bedarf direkt und diskret im angrenzenden Krankenhaus behandeln lassen können. Das Jugendförderzentrum hat aber auch darüber hinaus enormes Potenzial für die Jugendlichen: Sie werden hier darin bestärkt und zum Teil geschult, Lebens- und Führungskompetenzen zu entwickeln. Ziel ist es, innerhalb der zweijährigen Projektlaufzeit mehr als 14.700 Jugendliche mit Informationen, Materialien und Dienstleistungen zu erreichen. Langfristig soll das Jugendförderzentrum als Vorbild für die Gründung weiterer Zentren dienen.

Schlüsselaktivitäten

  • Aufbau des Jugendförderzentrums 
  • Training der Klubmitglieder
  • Entwicklung und Verteilung von Infomaterialien 
  • Schulung von Jugendberater*innen, die anschließend Gleichaltrigen Informationen vermitteln
  • Schulung von Mitarbeiter*innen im Gesundheitsdienst im Bereich von jugendfreundlichen Services
  • Training von Youth Champions in den Bereichen Advocacy und Führung

Stärkung von Jugendorganisationen in Ostafrika

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Kenia & Tansania

SLALE – Stärkung der lokalen Interessensvertretung in Ostafrika

Status: Voll finanziert

Für junge Menschen ist der Umgang mit der eigenen Sexualität mit vielen Fragen verbunden – in Ostafrika bleiben sie oft unbeantwortet. Jugendliche haben keinen Zugang zu ausreichenden Informationen, Verhütung und medizinischer Versorgung. Ihre Stimmen werden in der lokalen Politik häufig überhört. Wir unterstützen von Jugendlichen geleitete zivilgesellschaftliche Organisationen auf dem Weg der Professionalisierung. Das Ziel: Den Bedürfnissen junger Menschen in der Politik Gehör verschaffen.

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In Kenia und Tansania setzen sich zahlreiche junge Aktivist*innen dafür ein, dass die Politik die sexuellen und reproduktiven Rechte für die Jugendgeneration umsetzt. Damit diese jugendgeführten zivilgesellschaftlichen Organisationen gehört werden und nachhaltig Einfluss auf die lokale Politik nehmen können, unterstützen unsere lokalen Kolleg*innen sie dabei, ihre Kompetenzen gezielt zu stärken. Dazu zählen Fortbildungsmaßnahmen und die gemeinsame Erarbeitung von Aktionsplänen, die das Ziel verfolgen, die Förderung von Familienplanung und reproduktiver Gesundheit auf der lokalen politischen Agenda weiter nach oben zu rücken. Zusätzlich unterstützt die DSW ausgewählte Organisationen finanziell, begleitet sie bei der Umsetzung ihrer Strategien und steht ihnen in beratender Funktion zur Seite.  (809 Zeichen)

Schlüsselaktivitäten

Die Projektumsetzung ist in vier Projektphasen unterteilt: 

  • Vorbereitungsphase (Sept.2017 – Apr.2018): 
    • Konzeption eines Programms zur Bearbeitung von Schwachstellen bei den 12 ausgewählten Jugendorganisationen 
  • Trainingsphase (Mai 2018 – Jan.2019): 
    • Durchführung verschiedener Trainingseinheiten zur Kapazitätsentwicklung 
  • Umsetzung der interessenspolitischen Aktionspläne (Feb.2019 – Feb. 2021):
    • Förderung von vier der trainierten Organisationen nach einem allen zugänglichen Auswahlverfahren basierend auf Anträgen für weiterführendes intensives Mentoring und finanzieller Unterstützung (SubGrantees) sowie weitere inhaltlicher Involvierung der acht verbleibenden Organisationen (Allies) 
    • Durchführung individueller Fortbildungsmaßnahmen sowie
    • Coaching-Aktivitäten und Unterstützung in der Vernetzung mit anderen Organisationen und Entscheidungsträgern
  • Abschlussphase (März 2021-Sept. 2021): 
    • Durchführung einer internationalen Konferenz zum Austausch von Erfahrungen sowie die Entwicklung einer Publikation der Lernerfahrungen
    • Analyse und Fortschreibung der dem Projekt zugrundeliegenden Wirkungstheorie

Stärkung der Frauenrechte in Kenia – Her Right!

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Kenia

Her right! Project

Status: Voll finanziert

Am Viktoriasee ist der Handel mit Fisch eine der wichtigsten Einkommensquellen. Die Männer fischen und die Frauen verkaufen den Fisch auf Märkten. Doch das sogenannte “Jaboya-System” zwingt junge Frauen in die Prostitution: Als Gegenleistung für guten Fisch erwarten Fischer leider oft sexuelle Dienste. Mit unserem Projekt schützen wir junge Frauen vor dieser sexualisierten Gewalt und Ausbeutung.

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Die Auswirkungen des “Jaboya-Systems” sind schwerwiegend – emotional wie körperlich. Im Fischerbezirk Homa Bay am Südufer der kenianischen Seite des Viktoriasees sind 26 Prozent der Bevölkerung HIV-positiv. Aufgrund ungewollter Schwangerschaften brechen viele Mädchen die Schule ab und bleiben dadurch in der Armutsspirale gefangen. Ziel unseres Projekts ist es, die sexuellen und reproduktiven Rechte junger Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren zu stärken und sie vor Gewalt zu schützen. Dafür arbeiten wir in enger Kooperation mit der örtlichen Beach Management Unit, welche die Bootsfahrt, den Fischfang sowie -handel reguliert, und beziehen auch die Gemeinde mit ein. Gemeinsam setzen wir so ein Zeichen zur Eindämmung von sexualisierter Gewalt gegen Mädchen und Frauen. 

Schlüsselaktivitäten

  • Training der Beach Management Unit (BMU) zu den Themen sexuelle und reproduktive Gesundheit und Prävention von Gewalt gegen Mädchen und Frauen
  • Etablierung eines „Gender Desks“ in der BMU, der sich den Problemen im Bereich sexualisierte Gewalt gegen Frauen annimmt
  • Durchführung von Veranstaltungen zur Bewusstseinsbildung zu den Themen sexuelle und reproduktive Gesundheit und Gewalt gegen Frauen und Mädchen
  • Training von Gendermultiplikator*innen 
  • Durchführung von Trainings zur Berufsausbildung für Frauen und Mädchen