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Von Stille zu Stärke: der DSW-Medienpreis am Orange Day

Blog | 01. November 2023 | #Empowerment #Entwicklungspolitik #Geschlechtergerechtigkeit #Medienpreis #Orange Day

Nach drei langen Jahre Corona-Pause wurde die  Verleihung des DSW-Medienpreises „Weltbevölkerung“ mit vielen Gästen und einem abwechslungsreichen Programm im Pavillon Hannover gefeiert. Die Ehrung der Preisträger fand am Tag gegen Gewalt gegen Frauen, dem “Orange Day” statt und bot so auch den Anlass für eine Podiumsdiskussion sowie die Eröffnung von gleich zwei Ausstellungen zum Thema.

Moderiert wurde der Abend, zu dem neben der DSW auch die Christoffel-Blindenmission (CBM) geladen hatte, von Ninia LaGrande. Diese sorgte in ihrer Rolle als Poetry Slammerin dann auch für einen der Höhepunkte des Abends: Ihr sehr persönlicher Text zum Thema Gewalt gegen Frauen wurde gleich zu Beginn mit begeistertem Applaus bedacht. Im Anschluss führte sie souverän und einfühlsam durch die Podiumsdiskussion über geschlechtsspezifische Gewalt. Sehr differenziert debattierten Kirsten Böök (Justizministerium Niedersachsen), Lisanne Richter (Catcalls of Hannover), Aktivistin und Autorin Nujeen Mustafa mit Angela Bähr (stellvertretende Geschäftsführerin der DSW) und Anne Schrader (CBM) unter anderem über die Frage, ob Femizid ein eigener Straftatbestand werden sollte.

„Zusammenhang stärker in öffentliche Diskussion rücken“

Im zweiten Teil des Abends wurde dann der unter der Schirmherrschaft von Bundesentwicklungsministerin Svenja Schultze stehende Medienpreis Weltbevölkerung verliehen. Ninia LaGrande stellte die ausgezeichneten Beiträge von Jana Gioia Baurmann, Nadija Drlic, Katrin Gänsler und Andrea Wojtkowiak, Lisa Rauschenberger und Jonas Reese sowie Rebecca Wolfer vor. Sie alle haben sich Themen gewidmet, die im Bereich globale Gesundheit und/oder Geschlechtergerechtigkeit beheimatet sind. „Wir wollen mit unserem Medienpreis den Zusammenhang zwischen Bevölkerungsentwicklung, Armut und Gesundheit in Afrika südlich der Sahara stärker in die öffentliche Diskussion rücken“, sagte Angela Bähr, die gemeinsam mit der stellvertretenden Stiftungsratsvorsitzenden, Renate Bähr, die Preisschalen überreichte. Musikalisch begleitet wurde das ganze Programm von den farbenfrohen und fröhlichen Auftritte der Band HIHEME aus Köln, die sowohl afrikanische als auch feministische Akzente setzte.

Noch bis Mitte Dezember sind im Pavillon die beiden Fotoausstellungen zu sehen: „Silent Tears“ des australischen Künstlerkollektivs um Belinda Mason, die sich eindrucksvoll der Thematik geschlechtsbasierter Gewalt und besonderen Vulnerabilität von Frauen mit Behinderung annähert, und “Von der Stille zur Stärke”, mit  Frauenportraits des kenianischen Fotografen Brian Otieno, der für die DSW in Ostafrika arbeitet Weitere Informationen zu den Ausstellungen gibt es auf der offiziellen Website des Pavillons Hannover.

Nils Hartung

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