Menschenmasse in einer Straße
Zum Weltbevölkerungstag 2016 leben 7,44 Milliarden Menschen auf der Welt. Foto: iivangm (CC BY 2.0)

5 Fragen – 5 Antworten zur Weltbevölkerung

Ute Stallmeister Blog, Freiwillige Familienplanung, Weltbevölkerung 3 Comments

Der wievielte Mensch sind Sie?

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Die Weltbevölkerung der Erde wächst – fast ausschließlich in den ärmsten Ländern der Welt. Wir alle sind Teil der Weltbevölkerung. Mit dieser Anwendung können Sie nun herausfinden, als wievielter Erdenbürger Sie auf die Welt gekommen sind, und Ihre Position auf der Bevölkerungskurve mit der von Freunden, Bekannten und Verwandten vergleichen.

Geben Sie hier Ihr Geburtsdatum ein und finden Sie heraus, der wievielte Erdenbürger Sie sind.

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Am 11. Juli ist Weltbevölkerungstag. Hier beantworten wir einige wichtige Fragen rund um das Thema Weltbevölkerung.

1. Wie viele Menschen leben heute auf der Welt?

Grafik: Historische Entwicklung der Weltbevölkerung bis 2100

Die historische Entwicklung der Weltbevölkerung: Der Anstieg der Weltbevölkerung erfolgte vor allem ab Mitte des 20. Jahrhunderts.

Zum Weltbevölkerungstag 2016 leben 7,44 Milliarden Menschen auf der Welt – und es werden mehr. Während der etwa 15 Sekunden, in denen Sie diese Zei­len lesen, sind 68 Kin­der gebo­ren wor­den und 27 Men­schen gestor­ben. Die Welt­be­völ­ke­rung ist somit um 41 Men­schen gewach­sen. Besonders stark wächst die Weltbevölkerung in Afrika südlich der Sahara, der ärmsten Region der Erde. Mitte des Jahrhunderts werden dort mit rund zwei Milliarden Menschen voraussichtlich mehr als doppelt so viele leben wie heute.

2. Warum wächst die Weltbevölkerung?

Das hohe Bevölkerungswachstum eines Landes geht zu einem großen Teil auf ungewollte Schwangerschaften zurück – weil Frauen und Mädchen nur mangelnden Zugang zu Familienplanung, Aufklärung und Gesundheitsdiensten haben. Gerade Frauen, die in ländlichen Regionen von Entwicklungsländern leben, bekommen häufig mehr Kinder, als sie sich wünschen. Mehr als 220 Millionen Frauen in Entwicklungsländern würden gern verhüten, haben dazu aber keine Möglichkeit. Neben ungewollten Schwangerschaften wirken sich auch der Wunsch nach mehr als zwei Kindern pro Paar und der hohe Anteil an jungen Menschen, die noch ins reproduktive Alter kommen, auf die Bevölkerungsentwicklung aus.

3. Leben mehr Männer oder mehr Frauen auf der Welt?

Der Anteil von Frauen und Männern an der Weltbevölkerung ist in etwa gleich. Derzeit leben etwa 3,69 Milliarden Frauen und 3,75 Milliarden Männer auf der Erde.

4. Gibt es mehr junge oder mehr alte Menschen auf der Erde?

Die Weltbevölkerung ist jung – derzeit wächst die größte Jugendgeneration aller Zeiten heran. 1,9 Milliarden Menschen sind zwischen 0 und 14 Jahren, 4,9 Milliarden sind zwischen 15 und 64 und 640 Millionen Menschen über 64 Jahre alt. Die meisten Kinder und Jugendlichen wachsen in Entwicklungsländern auf – oft unter schwierigen Bedingungen. Damit sie ihr Potenzial voll entfalten können und zur Entwicklung ihrer Länder beitragen können, brauchen sie Zugang zu Aufklärung, Bildung und Gesundheitsdiensten. Warum das so wichtig ist, entnehmen Sie unseren Kurzfilm:

5. Wird die Weltbevölkerung immer weiter wachsen?

Vermutlich nicht. Tatsächlich hat das Wachstum der Weltbevölkerung bereits abgenommen. Demografen der Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung sich im Lauf dieses Jahrhunderts bei rund elf Milliarden Menschen einpendeln wird. Diese Annahme geht allerdings davon aus, dass weitere Fortschritte bei der freiwilligen Familienplanung, bei der Gesundheitsversorgung, beim Zugang zu Bildung und der Stärkung von Frauen und Mädchen erreicht werden. Dazu muss dringend in diese Bereiche investiert werden.

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 10.07.2015

Comments 3

  1. Mir persönlich würde es besser gefallen ,wenn es mehr Frauen als Männer auf der Welt gebe. Aus einem guten Grund: Auf der Suche nach einer Frau gibt es leider zu viele
    männliche Konkurrenten. Dieses Problem ist schon so alt wie die Menschheit selbst. Mit einer künstlichen Befruchtung , den Chromosomensatz für weibliche Nachkommen könnte dieses Problem gelöst werden.

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